netzeitung.deUS-Gesundheitsbehörde hat bei weiterem Schmerzmittel Bedenken

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Die FDA hat Herz-Kreislauf-Patienten vor dem Schmerzmittel Naproxen gewarnt. Nach Pfizer ist nun auch Bayer betroffen.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat vor einem erhöhtem Herzrisiko bei der Einnahme des Schmerzmittels Naproxen gewarnt. Das Medikament werde auch unter den Namen Aleve von Bayer
und Naprosyn von Roche geführt. Das rezeptfreie Naproxen sollte von Patienten nicht länger als zehn Tage ohne ärztlichen Rat eingenommen werden, teilte die FDA am Montagabend (Ortszeit) in San Francisco mit.

Dabei beruft sich die Behörde auf Ergebnisse einer Studie des nationalen Gesundheitsinstituts, die sich ursprünglich mit dem Entstehen der Alzheimer-Krankheit beschäftigte. Der Studie zufolge ergab sich für das Schmerzmittel Celebrex von Pfizer kein erhöhtes Risiko.

BFARM warnt vor Celebrex
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BFARM) hatte zuvor in Bonn mitgeteilt, dass sie es «nicht mehr für vertretbar» halte, Patienten mit Herzproblemen Celebrex zu verordnen. Den Ärzten von «Patienten mit erhöhtem Risiko für Herzkreislauferkrankungen oder solchen Erkrankungen in der Vorgeschichte (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall)» sollten ein alternatives Mittel zum Celebrex-Wirkstoff Celecoxib erwägen.

Seit vergangenem Freitag habe Pfizer alle Werbemaßnahmen für sein Schmerzmittel Celebrex eingestellt. Die US-Gesundheitsbehörde untersuche seit dem Skandal um das Schmerzmittel Vioxx von Merck & Co. vor allem die gesamte Wirkstoffgruppe der COX-2-Hemmer. Pfizer betonte am vergangenen Freitag, aus zwei parallel laufenden Studien unterschiedliche Ergenisse zu erhöhten Risiken für Herzinfanrkte und Schlaganfälle bei Celebrex-Patienten gekommen zu sein. (nz)