netzeitung.deSiemens-Mitarbeiter sollen mehr arbeiten und weniger verdienen

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Siemens will tausende Mitarbeiter für weniger Geld länger arbeiten lassen. Die IG Metall kündigte Proteste in den Niederlassungen an.

Tausende Beschäftigte des Technologiekonzerns Siemens
sollen auf Gehalt verzichten und länger arbeiten. Wie die IG Metall am Montag nach einer ersten Tarifverhandlungsrunde in München mitteilte, sollen 12.000 nach dem Metalltarifvertrag beschäftigte Mitarbeiter auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten. Außerdem solle die Arbeitszeit auf 35,8 Stunden steigen.

Für die 11.000 Mitarbeiter von Siemens-Servicegesellschaften, die nach einem eigenen, für die Beschäftigten schlechteren Tarifvertrag arbeiten, sei vorgesehen, die Fixbeträge abzuschaffen. Siemens biete stattdessen eine variable Vergütung an, welche die individuellen Verluste aber nicht ausgleicht, hieß es.

IG Metall kündigt Widerstand an
Bei den Arbeitnehmervertretern stoßen die Siemens-Forderungen auf Protest: «Die Vorstellungen von Siemens werden von der IG Metall nicht akzeptiert», sagte IG-Metall-Vizechef Berthold Huber. Die Gewerkschaft fordert insbesondere Beschäftigungsgarantien und kündigte für den 16. Dezember Aktionstage in 36 Niederlassungen des Konzerns an. Siemens lehnte einen Kommentar am Montag ab.

Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 16. und 17. Dezember geplant. Bereits Mitte des Jahres hatte Siemens angekündigt, das bisher dezentral ausgerichtete Deutschlandgeschäft unter einem Dach zusammenzuführen und von Berlin aus zu steuern. (nz)