netzeitung.deGeneral Motors wirbt um Verständnis

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In ganzseitigen Anzeigen versucht General Motors, die Kunden von den Sanierungsmaßnahmen zu überzeugen. Schließlich sollen weiterhin Opel gekauft werden - auch wenn sie nicht mehr in Deutschland produziert wurden.

In ganzseitigen Anzeigen in verschiedenen deutschen Tageszeitungen wirbt der amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) am Freitag um Verständnis für die geplanten Sanierungsmaßnahmen. «Wir haben es uns nicht leicht gemacht», heißt es dort. Der Abbau von 12.000 Stellen in Europa sei eine «schwierige Entscheidung» gewesen.

Eine Reihe negativer wirtschaftlicher Faktoren habe es aber «notwendig gemacht, unser Unternehmen für die Zukunft neu aufzustellen«, heißt es in den Anzeigen weiter. Der Konzern betont zudem, dass GM auch künftig «in Deutschland und Europa» Automobile entwickelt und hergestellt werden sollen. Allein bei der deutschen Tochter Opel will GM 10.000 Stellen streichen. Die Gewerkschaft befürchtet, dass in Deutschland künftig gar keine Opel mehr produziert werden könnten.

Von Entschlossenheit geleitet
Dazu heißt es in den Anzeigen: «Wir werden alles tun, um den Erfolg unseres Unternehmens sicherzustellen.» Das sei aber ein «schwieriger Weg». Manager, Mitarbeiter und Aktionäre ließen sich aber «bei den aktuellen Herausforderungen von ihrer Entschlossenheit leiten».

Im Opel Werk in Bochum legten am Freitag auch die Arbeiter der Frühschicht die Arbeit nieder, um gegen den Stellenabbau zu protestieren. Am Dienstag kommender Woche sollen an allen GM-Standorten in Europa Protestkundgebungen stattfinden. (nz)