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Bochumer Opel-Werk droht Schließung

12. Okt 2004 21:02, ergänzt 13. Okt 2004 15:45
General Motors prüft alle Werke, in denen der Opel Astra produziert wird. Der Betriebsrat warnt vor «katastrophalen» Auswirkungen für die Region, sollte die Produktion in Bochum eingestellt werden.

Der US-Autokonzern General Motors (GM) plant für sein Europageschäft offenbar ein größeres Sanierungsprogramm als bislang bekannt. Wie das «Handelsblatt» am Mittwoch berichtete, wird es zwar kurzfristig nicht zur Schließung des Opel-Stammwerkes in Rüsselsheim kommen. Stattdessen rücke das Opel-Werk in Bochum wegen seiner niedrigen Produktivität immer stärker in den Fokus der GM-Manager, zitierte das Blatt Unternehmenskreise.

In Gewerkschaftskreisen hieß es, das Bochumer Werk könne die Produktion der nächsten Mittelklasse-Modelle von Astra-Kombi und Zafira verlieren und würde damit überflüssig. Von einer Schließung wären 6000 Beschäftigte betroffen.

Auswirkungen «katastrophal»

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Wie die Essener «Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung» (NRZ) unter Berufung auf Betriebsratskreise berichtete, lässt General Motors unter dem Namen «Footprint Studie» alle Produktionsstätten des Opel Astra überprüfen. Betroffen seien Bochum, der britische Standort Ellesmere Port, Gleiwitz in Polen sowie das belgische Werk Antwerpen. Die Untersuchung reiche bis zur Schließung eines Werks. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, bestätigte am Mittwoch, dass GM alle Produktionstätten des Opel Astra prüft.

Die Auswirkungen einer Werksschließung für die Region wären «katastrophal», hieß es weiter. Opel in Bochum beschäftige derzeit rund 9600 Menschen. Zusätzlich sichere das Werk rund 40.000 Arbeitsplätze bei mehr als 300 Zulieferern.

Rüsselsheim gesichert

Bisher war lediglich bekannt, dass GM in einer ersten Runde in Europa zwischen 10.000 und 12.000 Arbeitsplätze abbauen will. Der US-Konzern veröffentlicht am Donnerstag sein Ergebnis für das dritte Quartal dieses Jahres. Gleichzeitig sollen Details zum Sanierungsplan für Europa genannt werden.

Die größten Arbeitsplatzsorgen gab es bislang im schwedischen Saab-Werk in Trollhättan und in Rüsselsheim, weil die Modelle Vectra und Saab 9-3 künftig in einer einzigen Fabrik gebaut werden. Eine mögliche Schließung eines der beiden Werke scheint aber vom Tisch, wie das «Handelsblatt» weiter schreibt. Stattdessen plane GM an beiden Standorten einen einschneidenden Personalabbau. (nz)

 
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