netzeitung.deParmalat will Milliarden von Bank of America

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Parmalat-Konkursverwalter Enrico Bondi (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Parmalat-Konkursverwalter Enrico Bondi
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Parmalat hat nun auch gegen die Bank of America gerichtliche Schritte eingeleitet. Wegen des finanziellen Kollaps verklagte der Konzern bereits mehrere Finanzinstitute - darunter auch die Deutsche Bank.

Der italienische Lebensmittelkonzern Parmalat hat bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat North Carolina eine Klage gegen das US-Finanzinstitut Bank of America eingereicht. Das teilte der skandalgeschüttelte Konzern am Donnerstag in Rom mit. Einem italienischen Agenturbericht zufolge fordert Parmalat zehn Milliarden Dollar Entschädigung für die Beihilfe zum betrügerischen Bankrott. Die Agentur bezieht sich angesichts der Zahlen auf informierte Unternehmenskreise.

Die Klage ist Teil der Bemühungen des Insolvenzverwalters Enrico Bondi, Entschädigung für Beteiligung der Banken am dem Zusammenbruch zu bekommen. Zuvor wurden bereits gegen Deutsche Bank

, Citigroup, Credit Suisse First Boston sowie die UBS Forderungen in Milliardenhöhe gerichtlich eingereicht. Die Banken hätten eine maßgebliche Rolle bei dem Zusammenbruch Parmalats infolge des Betrugsskandals gespielt, so der Vorwurf Bondis.
Milliardenloch entdeckt
Das Unternehmen musste Ende vergangenen Jahres eine Finanzlücke von mehreren Milliarden Dollar einräumen, nachdem bekannt geworden war, dass ein angebliches Konto bei der Bank of America mit rund fünf Milliarden Dollar überhaupt nicht existiert. Parmalat meldete infolge dessen Insolvenz an. Der Finanzskandal brachte Bilanztricksereien, gefälschte Rechungen und erfundene Konten ans Licht. Mehrere ehemalige Manager wurden verhaftet, darunter auch Firmengründer Calisto Tanzi. (nz)