netzeitung.de10.000 Stellen bei Opel und Saab bedroht

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GM will den Sanierungsplan für die europäischen Töchter bereits Ende des Monats vorlegen. Kurzfristige Werkschließungen seien aber nicht vorgesehen.

Die europäischen Töchtern des Automobilkonzerns General Motors (GM) stehen vor einem massiven Arbeitsplatzabbau. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» am Donnerstag berichtete, steht das genaue Ausmaß der Stellenstreichungen und die Verteilung auf die Standorte noch nicht fest. Die Zahl werde vermutlich aber bei mehr als 10.000 liegen.

GM beschäftigt in Europa bei seinen Töchtern Opel, Saab und Vauxhall derzeit 62.000 Menschen, wie es weiter hieß. Anfang 2002 habe sich GM allerdings vorgenommen, die Zahl der Mitarbeiter auf rund 53.000 zu reduzieren. Außerdem schreibe GM in Europa noch immer rote Zahlen: Im laufenden Jahr werde ein dreistelliger Millionenbetrag anfallen.

General Motors wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren. Die Zahl von 10.000 bedrohten Arbeitsolätzen sei reine Spekulation, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Zürich.

Der für das Europageschäft Verantwortliche Manager Fritz Henderson wolle deshalb den neuen Sanierungsplan Ende des Monats vorlegen, berichtete die Zeitung weiter. Bislang war das für November vorgesehen.

Nachteile in Rüsselsheim
Kurzfristig werde es aber nicht zu Werkschließungen kommen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise. Grund sei ein Geflecht aus mehrjährigen Bestands- und Arbeitsplatzgarantien. Außerdem sei die Produktion von Teilen, Autos und Motoren vernetzt. Deshalb werde an einer Übergangslösung gearbeitet und über die Schließung eines oder mehrerer Werke für 2009 oder 2010 beraten.

Dabei stehen die Chancen für Opel in Rüsselsheim schlecht. GM-Chef Rick Wagoner hatte Anfang der Woche die Produktivität kritisiert. Doch auch das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan ist gefährdet. Eine Schließung des Werks in Rüsselsheim ließe sich allerdings besser vermarkten, so die Zeitung. Denn in Verwaltung und Forschung würden rund 15.000 der insgesamt 20.000 Stellen am Standort erhalten bleiben. Gegen Schweden sprächen aber die älteren Anlagen sowie die schlechte geographische Lage. (nz)