netzeitung.deTime Warner gibt Kampf um MGM auf

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US-Investor Kirk Kerkorian (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Investor Kirk Kerkorian
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Time Warner hat sein Angebot für MGM zurückgezogen. Im Kampf um die US-Filmstudios ist nun der Weg für Sony frei. Der japanische Konzern hatte zuvor seine Offerte auf fast fünf Milliarden Dollar erhöht.

Der US-Medienkonzern Time Warner hat im Bieterstreit um die amerikanischen Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) aufgegeben und sein Angebot zurückgezogen. Das teilte Konzernchef Dick Parsons am Montag in Los Angeles mit. Er bezeichnete MGM zwar weiterhin als «wertvolle Anlage». Man habe jedoch «unglückicherweise» keine Einigung beim Preis erzielen können. Am Wochenende hatte Time Warner mitgeteilt, sich zurückzuziehen, sollte MGM dem Angebot innerhalb von ein bis zwei Tagen nicht zustimmen.

Damit bleibt als einziger Interessent der japanische Elektronikkonzern Sony. Dieser hatte am Wochenende einem Bericht des «Wall Street Journal» (WSJ) zufolge sein Übernahmeangeobt für das Hollywood-Studio auf rund fünf Milliarden Dollar zu erhöht. Damit habe das von Sony geführte Bieterkonsortium seine Offerte von 11,25 auf zwölf Dollar pro Aktie und damit auf insgesamt rund 4,7 Milliarden Dollar erhöht. Das Angebot beinhaltet demnach auch die Übernahme von MGM-Schulden in Höhe von zwei Milliarden Dollar. Time Warner biete hingegen rund elf Dollar pro Aktie und damit insgesamt 4,5 bis 4,6 Milliarden Dollar.

Abschluss noch nicht sicher
MGM besitzt mit insgesamt 4000 Titeln eines der größten Archive an Hollywood-Filmen. Der größte Anteilseigner Kirk Kerkorian ist mit dem Sony-Konsortium und Time Warner seit Monaten in Verhandlungen. Bisher habe Time Warner in den Verhandlungen leicht vor Sony gelegen, berichtete das «WSJ».

Kommt der Verkauf zu Stande, wäre es bereits das dritte Mal seit 1970, dass Kerkorian seine Anteile an MGM abstößt. Dass das Geschäft abgeschlossen werde, sei aber immer noch nicht sicher, hieß es im «WSJ» weiter. Seit 1996 habe Kerkorian mehrmals über einen Verkauf seiner Anteile nachgedacht, habe aber nie den von ihm geforderten Preis erhalten. (nz)