Fusion von Sony Music und BMG perfekt
06.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Fusion der Musiksparten von Sony und Bertelsmann ist formell vollzogen. Der neue Musikkonzern hat weltweit den zweithöchsten Umsatz.
Sony Music Entertainment und die Bertelsmann-Musiksparte BMG haben ihre Fusion jetzt auch formell vollzogen. Das neue Unternehmen wird unter dem Namen Sony BMG Music Entertainment firmieren.
Die beiden Mutterkonzerne halten je 50 Prozent der Anteile an dem neuen Musikriesen, der nach Universal Music den weltweit zweitgrößten Umsatz haben wird. Durch die Fusion sollen jährlich etwa 290 Millionen Euro eingespart werden. Dazu sollen unter anderem bis zu 2000 Arbeitsplätze wegfallen.
Konzerne teilen Management aufVorstandschef (Chief Executive Officer, CEO) von Sony BMG wird Andrew Lack, der zuvor bei Sony Music dieselbe Funktion innehatte, wie das Unternehmen mitteilte. Zweiter Mann im Unternehmen und Chief Operating Officer (COO) werde Kevin Kelleher von BMG. Michael Smellie von Sony Music werde als Chief Financial Officer (CFO) die Finanzen des Unternehmens leiten. Der deutsche BMG-Manager Rolf Schmidt-Holtz wird wie erwartet Vorsitzender des Verwaltungsrats.
Gemeinsam wollen die Musikvermarkter stärker gegen die Konkurrenz von Universal Music angehen. Sony BMG hat Popgrößen wie Britney Spears und Aerosmith unter Vertrag. Sie besitzt auch die Rechte an der Musik von Stars wie Elvis Presley, Johny Cash und Miles Davis. Unter den Vertragspartnern der neuen Musikfirma sind auch deutsche Popgrößen wie Die Fantastischen Vier und Die Toten Hosen. (nz)