3000 Entlassungen bei SonyBMG möglich
16.07.2004
Herausgeber: netzeitung.de
In ihrer Internetausgabe berichtet die Zeitung von nur 2000 bedrohten Stellen aber demselben Einsparvolumen. Detaillierte Pläne zu den Kostensenkungen würden aber erst erwartet, nachdem die Fusion umgesetzt sei, hieß es in beiden Ausgaben übereinstimmend weiter. Ein Bertelsmann-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage der Netzeitung nicht kommentieren.
Grund für die geplanten Kostensenkungen seien der Preiskampf im CD-Geschäft, die stark schwankende Nachfrage der Konsumenten sowie die hohen Verluste durch die Internet-Musikpiraterie, berichtete die «FT» weiter. Weiteres Einsparpotential sehen die Unternehmen demnach im Verkauf von Grundstücken, sowie bei den weit gehend einheitlichen Computersystemen. Das würde aber nur 70 bis 80 Millionen von den geplanten 350 Millionen Euro einbringen, hieß es.
Die Konzerne Sony und Bertelsmann wollen ihre Musiksparten in einem Sony-BMG getauften Joint Venture zusammenlegen. An dem neuen Unternehmen sollen beide Unternehmen je zur Hälfte beteiligt sein. Hauptsitz des Unternehmens soll angeblich New York werden. Dem Bericht zufolge werden weder Produktion noch Vertrieb von CDs und DVDs der beiden Konzerne in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht.
Auch die US-amerikanische Computerfirma Apple hatte Einwände gegen die Fusion vorgebracht. Das Unternehmen fürchte eine mögliche bevorzugte Stellung von Sony-BMG-Künstlern im geplanten Online-Dienst Sony Connect, hieß es weiter. Ausgehend von den Zahlen des vergangenen Jahres hätte Sony-BMG einen Weltmarktanteil von 25,1 Prozent und Umsätze von mehr als acht Milliarden Dollar, berichtete die «FT» weiter. (nz)

