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Disney-Neffe zieht wegen
Eisners Gehalt vor Gericht

10. Jun 2004 15:04
Disney-Chef Michaal Eisner
Roy Disney kämpft schon länger darum, dass Michael Eisner seinen Job an der Spitze des Disney-Konzerns räumen muss. Nun hat der Neffe von Firmengründer Walt Disney einen Prozess angestrengt.

Der Streit zwischen Roy Disney und Micheal Eisner, dem Vorstandschef des Disney-Konzerns, geht in eine neue Runde: Der Neffe des Firmengründers Walt Disney stellte am Mittwoch vor einem Kanzleigericht in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware den Antrag, interne Papiere des Verwaltungsrats veröffentlichen zu dürfen. Aus ihnen gehe hervor, dass einzelne Mitglieder des Verwaltungsrats die Aktionäre bei der Bewilligung der Gehälter von Eisner und weiteren Managern getäuscht habe.

Roy Disney war selbst jahrelang Mitglied des Verwaltungsrats des Konzerns und ist daher im Besitz der fraglichen Dokumente. Er hält noch immer ein großes Aktienpaket des Unterhaltungsunternehmens. Im vergangenen Jahr hatte sich Disney als letzten Mitglied der Familie von Firmengründer Walt im Streit mit Vorstandschef Eisner aus der Unternehmensführung zurückgezogen. Er wirbt seit geraumer Zeit dafür, Eisner seines Amts zu entheben.

Roy Disney will Dokumente veröffentlichen

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  • Roy Disney wirft dem Verwaltungsrat des Konzerns vor, bei der Entscheidung über die Höhe von Eisners Entgelt nur unzureichend kontrolliert zu haben. Vielmehr habe der Verwaltungsrat alle Bonuszahlungen an den Konzernchef einfach abgenickt. Falls das Gericht ihm die Erlaubnis gibt, möchte er die fraglichen Dokumente anderen Disney-Aktionären zugänglich machen. Er will die Papiere auch im Internet veröffentlichen.

    Der Disney-Verwaltungsrat habe die Aktionäre über die Höhe der Managergehälter getäuscht, sagte David Robbins, Rechtsanwalt von Roy Disney, bei einer Anhörung vor dem Gericht in Wilmington. Das würden die internen Firmenpapiere beweisen. Robbins rechnet mit einer Entscheidung des Gerichts «innerhalb eines Monats».

    Eisner erhält Bonuszahlungen

    Der Disney-Konzern wandte dagegen ein, dass eine Offenlegung der Dokumente der konzerneigenen Politik der Verschwiegenheit widersprechen würde. Diese sei 2003 von Roy Disney selbst auf den Weg gebracht.

    Eisners Gehalt als Chief Executive Officer (CEO) des Entertainment-Konzerns lag 2002 und 2003 unverändert bei einer Million Dollar. Dazu addieren sich jedoch noch Bonuszahlungen von fünf Millionen Dollar in 2002 und 6,25 Millionen Dollar in 2003. (nz)

     
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