netzeitung.deAlstom soll komplett erhalten bleiben

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Dem angeschlagenen Technologiekonzern Alstom bleibt eine Zerschlagung offenbar erspart. Das sagte der französische Wirtschaftsminister Sarkozy nach einem Treffen mit EU-Wettbewerbshüter Monti.

Für den finanziell angeschlagenen französischen Alstom-Konzern zeichnet sich offenbar eine Lösung ohne eine Zerschlagung ab. Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy sagte am Dienstag vor dem Parlament in Paris, die EU-Kommission sei bereit, eine vom französischen Staat getragene Lösung zu akzeptieren.

«Uns wurde zugesagt, dass es weder eine Zerschlagung noch eine Schließung von Alstom-Werken in Frankreich geben wird», sagte Sarkozy. Der Rettungsplan für Alstom sieht demnach vor, dass der Staat seinen Anteil am Technologiekonzern erhöht.

Doch keine Turbinen für Siemens
Am Montag hatte sich Sarkozy mit EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti getroffen, um über die Grundzüge einer Alstom-Rettung zu sprechen. Nach dem Treffen hatte Monti gesagt, Details der Einigung würden bis Ende der Woche ausgearbeitet.

Sarkozys Äußerungen legen nahe, dass eine Veräußerung einzelner Alstom-Sparten vom Tisch ist. Zuletzt war spekuliert worden, dass die EU darauf bestehen könne. Dem Siemens-Konzern

wurde Interesse an der Turbinensparte nachgesagt. Presseberichten zufolge sollte zudem die Schnellzug-Sparte an den französischen Areva-Konzern gehen.

Ein Siemens-Sprecher sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires, Siemens plane Gespräche mit der deutschen und französischen Regierung sowie Alstom. Über einen Termin und Details der Gespräche äußerte er sich nicht. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement sagte, Kanzler Gerhard Schröder (beide SPD) und der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin träfen sich mit Siemens- und Alstom-Vertretern, um über Industriefragen zu sprechen. Auch hier wurde kein konkreter Termin genannt. (nz)