Aventis bezeichnet Fusion mit Sanofi als «zufrieden stellende Lösung»
29.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
«Mit Blick auf den geplanten Zusammenschluss mit Sanofi haben wir nun eine zufriedenstellende Lösung gefunden, die den Wert von Aventis, unser Wachstumspotenzial und die Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeiter angemessen berücksichtigt», fügte Unternehmens-Chef Igor Landau an.
Wie Langlois weiter sagte, wird das fusionierte Unternehmen Sanofi-Aventis mit einem Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro über die «richtige kritische Masse» und ein schlagkräftigeres Marketing auf dem weltgrößten Pharmamarkt USA verfügen. Er erwarte bald die Zustimmung der US-Behörden für den geplanten Zusammenschluss, so der Aventis-Finanzchef.
Die französische Wirtschaftszeitung «Les Echos» berichtete, Landau erhalte 12,1 Millionen Euro Abfindung, seine Aktienoptionen der letzten Jahre hätten einen Wert von etwa neun Millionen Euro. Dazu komme eine Zusatzrente. Auch nach seinem Abgang könne Landau weiter über ein Büro, eine Assistentin und einen Firmenwagen mit Chauffeur verfügen.
Ohne Währungseffekte wäre der Umsatz um 6,4 Prozent gestiegen. Zur weiteren Geschäftsentwicklung sagte Landau: «Gestützt auf die Markteinführung wichtiger neuer Produkte erwarten wir 2004 einen Umsatzzuwachs um operativ sechs bis sieben Prozent und einen Anstieg des Gewinns je Aktie um 15 Prozent.»
Der Frankfurter Aventis-Standort sei im Hinblick auf Forschung und Industrie konkurrenzlos, sagte Sanofi-Vorstand Hanspeter Spek der «Frankfurter Rundschau». Bei Aventis beträfe eine Verlagerung der Zentrale rund 600 von 9000 Beschäftigten in Deutschland. «Um diese 600 müssen wir uns vordringlich kümmern», betonte Spek. Die anderen 8400 könnten weiterarbeiten. Verkaufen will Sanofi laut Spek die Chemie-Beteiligungen: «Dystar, Rhodia und Wacker sehen wir nicht als Kerngeschäft.» (nz)

