«Bis 60 Prozent der geplanten Kürzungen»: 

netzeitung.deGM bürdet Opelanern Hauptlast des Abbaus auf

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Opel-Werk in Eisenach (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Opel-Werk in Eisenach
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GM sorgt erneut für Verwirrung: Am Mittag dementierte das Unternehmen noch kursierende Zahlen über den geplanten Stellenabbau in Deutschland als «weit überzogen» - nur Stunden später bestätigt der Autohersteller eben diese Zahlen.

General Motors (GM) will in Deutschland bis zu 5400 Stellen bei Opel abbauen. «Rund 50 bis 60 Prozent der geplanten Kürzungen betreffen Deutschland», sagte GM-Europachef Nick Reilly am Mittwoch nach Gesprächen mit den Arbeitnehmern in Rüsselsheim. Insgesamt sollten 9000 von europaweit 55.000 Jobs bei dem Autobauer wegfallen.

Am Mittag hatte Opel noch dementiert, dass – wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Firmenkreise gemeldet hatte – GM in Deutschland 5300 Arbeitsplätze streichen wolle. In einer Stellungnahme hieß es, die Zahlen seien «falsch und weit überzogen». Am späten Nachmittag äußerte sich Reilly zu den Plänen, auf genaue Personalzahlen wollte er sich dabei aber unter Verweis auf die laufenden Gespräche nicht festlegen.

«Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen», sagte er lediglich. «Wir erwarten einen Beitrag der Mitarbeiter und hoffen, Hilfe von den Regierungen zu bekommen», sagte der Opel-Chef. Klar ist nach seinen Aussagen aber, dass die Opel-Beschäftigten in Deutschland die Hauptlast des Stellenabbaus bei Sanierung des Autobauers tragen sollen.

Reilly sagte, die Kapazität der europäischen GM-Tochter solle um etwa 20 Prozent heruntergefahren werden. Alle vier deutschen Standorte sollen erhalten bleiben. «Unsicher» sei nach wie vor die Zukunft des Astra-Werkes im belgischen Antwerpen. Eine Arbeitsgruppe solle verschiedene Möglichkeiten für den Standort ausloten.

Reilly drängte die Arbeitnehmervertreter zu einem schnellen Entgegenkommen. Das Unternehmen habe zugesichert, bis Mitte Dezember keine einseitigen Fakten zu schaffen. Dann sollten die Gespräche über den Beitrag der Arbeitnehmer abgeschlossen sein. Die Sanierungskosten beziffert Reilly auf rund 3,3 Milliarden Euro, die für den Kapazitätsabbau sowie Investitionen benötigt würden. (dpa/AP/nz)