Alle deutschen Werke sollen bleiben: 

netzeitung.deGM sichert auch Erhalt von Eisenach zu

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Autos von Opel vor dem Bochumer Werk (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Autos von Opel vor dem Bochumer Werk
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Zukunft des Eisenacher Opel-Werks ist gesichert. Allerdings müssen die deutschen Opelaner den größten Teil des Stellenabbaus tragen. Das Unternehmen bestreitet indes die kolportierten Zahlen.

Das Opel-Werk in Eisenach bleibt erhalten. Das sagte GM-Europachef Nick Reilly am Mittwoch in Rüsselsheim nach einem Gespräch mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Zuvor hatte Reilly schon Zusagen für die Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Bochum gemacht - als ungewiss galt zuletzt noch die Zukunft von Eisenach, wo derzeit 1700 Menschen beschäftigt sind.

Allerdings werden sich die rund 25.000 Beschäftigten von Opel in Deutschland auf einen deutlichen Stellenabbau einstellen müssen. Opel wies aber Berichte zurück, wonach GM in Deutschland 5300 Arbeitsplätze streichen wolle. Diese Zahl sei «falsch und weit überzogen», teilte Opel am Mittag mit. Reilly werde am Nachmittag den Zukunftsplan für das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern des European Employee Forums (EEF) diskutieren.

Auch die hessische Landesregierung wies die Berichte über den angeblichen Umfang des Stellenabbaus zurück. «Was wir aus dem Unternehmen hören, ist, dass das völlig falsch ist», sagte Regierungssprecher Dirk Metz der Nachrichtenagentur AP. In Bezug auf Rüsselsheim habe Reilly im Gespräch mit Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Vormittag erklärt, dass es bei den Stellenstreichungen über das Magna-Konzept nicht hinausgehe, erklärte Metz.

Die Nachrichtenagentur dpa hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, GM wolle in Deutschland 5300 Arbeitsplätze streichen. Davon sollten 2400 auf Rüsselsheim, 2300 auf Bochum und jeweils 300 Arbeitsplätze auf die beiden Werke in Eisenach und Kaiserslautern entfallen. Laut dpa sieht der Plan insgesamt den Abbau von 8700 Stellen in Europa vor. Am stärksten betroffen seien Deutschland und Belgien mit insgesamt 7300 wegfallenden Stellen. Somit müssten diese beiden Länder 84 Prozent der Restrukturierung schultern, hieß es in Unternehmenskreisen.

Koch: Keine Sonderbehandlung
Laut «Handelsblatt» will Reilly mit unerwartet starken Zugeständnissen den deutschen Ministerpräsidenten und Arbeitnehmern einen Beitrag zur Sanierung abringen. Den Finanzbedarf beziffert GM auf insgesamt 3,3 Milliarden Euro, den kleineren Teil für Restrukturierung, den größeren Teil für Investitionen in neue Produkte.

Über Details des Opel-Sanierungsplans will GM die Arbeitnehmervertreter am Mittwochnachmittag informieren. Hessens Ministerpräsident Koch betonte erneut, in der Frage von Staatshilfen werde es keine Sonderbehandlung für Opel geben. Ein Antrag von GM werde geprüft wie der Antrag jedes anderen Unternehmens. Erst müssten aber die Pläne vorliegen. Auch ein Wettlauf um Subventionen werde es mit dem Land Hessen nicht geben. (AP/dpa/nz)