Alle deutschen Werke sollen bleiben:
GM sichert auch Erhalt von Eisenach zu
25.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Auch die hessische Landesregierung wies die Berichte über den angeblichen Umfang des Stellenabbaus zurück. «Was wir aus dem Unternehmen hören, ist, dass das völlig falsch ist», sagte Regierungssprecher Dirk Metz der Nachrichtenagentur AP. In Bezug auf Rüsselsheim habe Reilly im Gespräch mit Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Vormittag erklärt, dass es bei den Stellenstreichungen über das Magna-Konzept nicht hinausgehe, erklärte Metz.
Die Nachrichtenagentur dpa hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, GM wolle in Deutschland 5300 Arbeitsplätze streichen. Davon sollten 2400 auf Rüsselsheim, 2300 auf Bochum und jeweils 300 Arbeitsplätze auf die beiden Werke in Eisenach und Kaiserslautern entfallen. Laut dpa sieht der Plan insgesamt den Abbau von 8700 Stellen in Europa vor. Am stärksten betroffen seien Deutschland und Belgien mit insgesamt 7300 wegfallenden Stellen. Somit müssten diese beiden Länder 84 Prozent der Restrukturierung schultern, hieß es in Unternehmenskreisen.
Über Details des Opel-Sanierungsplans will GM die Arbeitnehmervertreter am Mittwochnachmittag informieren. Hessens Ministerpräsident Koch betonte erneut, in der Frage von Staatshilfen werde es keine Sonderbehandlung für Opel geben. Ein Antrag von GM werde geprüft wie der Antrag jedes anderen Unternehmens. Erst müssten aber die Pläne vorliegen. Auch ein Wettlauf um Subventionen werde es mit dem Land Hessen nicht geben. (AP/dpa/nz)

