Übernahme durch VW verhindern: 

netzeitung.dePorsche-Betriebsrat will «galaktischen Kampf»

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Kämpferisch: Porsche-Betriebsrat Hück (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kämpferisch: Porsche-Betriebsrat Hück
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Große Worte: Die Seelen der Porsche-Mitarbeiter seinen unverkäuflich, so der Betriebsratchef. Nicht weniger pathetisch kündigt er einen «galaktischen Kampf» mit Werks-Besetzungen und unbefristete Streiks an.

Eine sanfte Übernahme wird es nicht werden. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat massiven Widerstand Pläne von Volkswagen angekündigt. «Die Seelen der Porsche-Mitarbeiter kann VW niemals kaufen», sagte der Arbeitnehmervertreter der «Bild am Sonntag».

Eine Übernahme würde die 11.000 Arbeitsplätze bei Porsche gefährden. Sie diene einzig dazu, den Traum von VW-Patriarch Ferdinand Piëch zu verwirklichen. «Mit Polo-Teilen können Sie keinen Porsche bauen.» Hück, der bis zuletzt an der Seite von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking für die Unabhängigkeit des Unternehmens kämpfte, zeigte sich in dem Interview kämpferisch. «Die Porsche-Mitarbeiter haben in den vergangenen 14 Jahren galaktische Gewinne erzielt und werden jetzt auch galaktisch um die Eigenständigkeit von Porsche kämpfen.»

Streik bis die Eigentürmerfamilien reagieren
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge planen Betriebsrat und IG Metall Besetzungen der Porsche-Standorte in Zuffenhausen und Weissach sowie unbefristete Streiks. Damit solle die Produktion lahmgelegt werden. Diese Aktionen sollen so lange dauern, bis die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch auf die Forderungen der Belegschaft eingehen, die Eigenständigkeit von Porsche zu erhalten. In dem monatelangen Machtkampf zwischen Porsche und VW setzte sich Piëch durch.

Der Sportwagenbauer soll von den Wolfsburgern ganz übernommen und Porsche die zehnte Marke im VW-Konzern werden. Ursprünglich hatte eigentlich Wiedeking VW übernehmen wollen. Die Volkswagen-Pläne würden auch das Ende Wiedekings als Vorstandschef bedeuten. Bereits am Freitag berichteten Medien übereinstimmend, dass Produktionsvorstand Michael Macht Wiedeking beerben wird. Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche ließ das dementieren. «Wiedekings Tage sind gezählt», berichtete aber ein Insider der AP. Bei den letzten Dementis habe es sich um «Rückzugsgefechte» gehandelt. (AP/nz)