30.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Steve Jobs
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Vorige Woche wurde er schon auf dem Firmengelände gesehen, jetzt hat Steve Jobs offiziell seinen Posten als Apple-Chef wieder angetreten. Allerdings geht er es erst einmal ruhig an.
Der Apple-Mitbegründer und Vorstandschef Steve Jobs ist nach fast sechs Monaten Krankheits-Auszeit wieder im Büro. Der 54-Jährige arbeite «ein paar Tage pro Woche» in der Firmenzentrale und die anderen Tage von zu Hause aus, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag (Ortszeit) in Seattle. Jobs hatte sich einer Leber-Transplantation unterzogen, wie vor einigen Tagen bekannt geworden war.
Jobs hatte Anfang Januar eine krankheitsbedingte Auszeit bis Ende Juni angekündigt. Er selbst sprach damals von einer Hormonstörung. Nach Informationen des «Wall Street Journal» hatte Jobs vor etwa zwei Monaten eine neue Leber bekommen. Seine Klinik in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee bestätigte den Eingriff, nannte aber keinen Zeitpunkt.
Der 54-Jährige habe an einer Lebererkrankung im Endstadium gelitten, teilte die Klinik mit. Nach dem Eingriff erhole sich Jobs gut und habe eine «exzellente Prognose». Laut Medienberichten war er bereits vor einer Woche auf dem Apple-Gelände gesehen worden. Das Unternehmen war in den vergangenen Monaten wegen seiner zurückhaltenden Informationspolitik zum Gesundheitszustand von Jobs in die Kritik geraten.
Der Manager gilt als Schlüsselfigur für die Erfolge des iPhone- und Mac-Herstellers. Investoren forderten angesichts der herausragenden Rolle des Firmen-Mitbegründers immer wieder mehr Informationen über seine Gesundheit. Dass Apples Geschäfte allerdings auch ohne Jobs zuletzt stark liefen, beruhigte sie etwas und ließ die Aktie in den vergangenen Monaten wieder deutlich steigen. Zudem soll Jobs auch während der Auszeit an strategischen Entscheidungen beteiligt gewesen sein.
Der charismatische Firmenchef und sein Freund Steve Wozniak hatten Apple 1976 gegründet, fünf Jahre bevor IBM in den Markt für PCs einstieg. Das Unternehmen der beiden brachte 1984 mit dem Macintosh den ersten Computer auf den Markt, der sich über eine grafische Oberfläche und nicht nur über Befehle auf der Kommandozeile steuern ließ. (dpa/AP)