22.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Solarkraftwerk
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Stromkonzern Vattenfall steht nicht gerade in dem Ruf, ein besonders klimafreundliches Unternehmen zu sein. Firmenchef Josefsson wetterte nun auch gegen das Solarstromprojekt der Konkurrenz.
Der drittgrößte deutsche Energieerzeuger Vattenfall hält das Projekt einer Stromversorgung in Deutschland mit Sonnenenergie aus de Sahara für nicht umsetzbar. Mit Blick auf die veranschlagten Kosten von 400 Milliarden Euro sagte der Chef des Energiekonzerns, Lars Josefsson, der «Financial Times Deutschland», bei dem Preis und den hohen Transportkosten halte er das Projekt für nicht realistisch.
Josefsson verwies zudem auf das Risiko terroristischer Anschläge. «Europa muss seinen Strom in Europa erzeugen», sagte er zu dem Projekt, das unter anderem von den beiden Vattenfall-Rivalen Eon und RWE unterstützt wird. Die Münchner Rück will zusammen mit Siemens, Eon, RWE und der Deutschen Bank im Juli ein Konsortium gründen, das die politischen und finanziellen Probleme klärt und einen Fahrplan zur Verwirklichung des Großprojekts ausarbeitet.
Laut einer
Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist Vattenfall Europe der klimaschädlichste Stromerzeuger in Deutschland, da das Unternehmen vor allem auf die Verstromung von Braunkohle setzt. Zudem sind die beiden deutschen Kernkraftwerke des Unternehmens, Krümmel und Brunsbüttel, in den vergangenen Jahren wegen verschiedener Störfälle in die Kritik geraten. (nz/AP)