Kritik an überhöhten Ökozielen: 

netzeitung.deEon-Chef hält nicht viel von Windenergie

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Laut Eon schwer zu warten: Windräder am Meer (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Laut Eon schwer zu warten: Windräder am Meer
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Die Bundesregierung hätte 2020 gern 30 Prozent des deutschen Stroms aus regenerativen Quellen. Kaum machbar, findet Wulf Bernotat. Besonders die Windräder gefallen ihm gar nicht.

Der größte deutsche Energieversorger Eon beurteilt die Ausbauziele bei erneuerbarer Energie skeptisch. Das Ziel der Bundesregierung, 30 Prozent erneuerbare Energie bis 2020 zu schaffen, sei nur schwer erreichbar, sagte Eon-Chef Wulf Bernotat der «Berliner Zeitung».

«Realistischerweise gehe ich eher von 20 bis 25 Prozent aus.» Vor allem der geplante Bau von etwa 2000 Windrädern auf hoher See sei problematisch: Ohne massive Förderung sei dies kaum möglich.

Bei Alpha Ventus, einem Pilotprojekt in der Nordsee, an dem Eon beteiligt sei, zahle das Unternehmen sogar trotz hoher staatlicher Hilfe kräftig drauf. Dies zeige, wie schwierig die Errichtung in der Praxis sei, sagte Bernotat der Zeitung.

Spiegelglattes Meer fehlt
Das Meer müsse dafür spiegelglatt sein, das sei aber nur an wenigen Tagen im Jahr der Fall. Dazu komme, dass die Windanlagen auch bei schwerer See repariert und gewartet werden müssten.

Deutschland müsse umdenken und Offshore-Windparks wie in Dänemark und in Großbritannien auch in Küstennähe zulassen, forderte er. Eon treibe aber die Investitionen in erneuerbare Energien unverändert voran. Bis einschließlich 2010 sollten sechs Milliarden Euro investiert werden. (dpa-AFX)