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Banken stellen frisches Geld bereit: 

Merckle-Gruppe muss Ratiopharm opfern

07. Jan 2009 15:17
Merckle-Gruppe muss Ratiopharm abstoßen
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Nach dem Selbstmord des Unternehmers Merckle haben die Banken frisches Kapital für dessen angeschlagenes Firmenimperium zugesagt. Allerdings muss das Herzstück der Gruppe verkauft werden.

Die finanziell schwer angeschlagene Merckle-Gruppe ist gerettet, muss aber den Pharmahersteller Ratiopharm verkaufen. Zwei Tage nach dem Freitod des Unternehmers Adolf Merckle bewilligten die Gläubiger-Banken einen dringend benötigten Überbrückungskredit, bestätigte ein Sprecher der zu Merckle gehörenden VEM Vermögensverwaltung am Mittwoch entsprechende Berichte.

Anschließend soll ein langfristiger Sanierungsplan erarbeitet werden. Der Überbrückungskredit beläuft sich Unternehmenskreisen zufolge auf etwa 400 Millionen Euro. Ratiopharm war von Adolf Merckle 1974 nach dem Vorbild von US-Generikaherstellern gegründet worden. Zuletzt erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Experten schätzen den Wert des Pharmaherstellers auf etwa zwei bis 2,5 Milliarden Euro. Zur Merckle-Gruppe gehört unter anderem auch der Baustoffkonzern HeidelbergCement und der Pharmahändler Phoenix.

Sohn Ludwig soll sich zurückziehen

Der schwäbische Milliardär Adolf Merckle beging aus Verzweiflung Selbstmord.
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Im Zuge der Verhandlungen haben die Banken den Angaben nach allerdings durchgesetzt, dass sich der Sohn des toten Milliardärs, Ludwig Merckle, zurückziehen müsse. Ludwig Merckle übernahm nach dem Selbstmord des Firmenpatriarchen gemeinsam mit Susanne Frieß, Finanzchefin von Ratiopharm, die Geschäftsführung der Vermögensgesellschaft VEM.

Durch den Überbrückungskredit soll das Firmengeflecht mit rund 100.000 Mitarbeitern kurzfristig vor der Insolvenz bewahrt werden. Der 74-jährige Unternehmer hatte nach Angaben eines VEM-Sprechers selbst noch alle nötigen Unterschriften geleistet, bevor er sich am Montagabend das Leben nahm. Er hatte sich in der Nähe seines Heimatortes Blaubeuren-Weiler bei Ulm vor einen Zug geworfen und war sofort tot. Sein Firmenimperium war durch die Finanzkrise und nach Verlusten bei Spekulationen mit VW-Aktien ins Wanken geraten. (dpa/nz)

 
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