07. Jan 2009 15:17
Nach dem Selbstmord des Unternehmers Merckle haben die Banken frisches Kapital für dessen angeschlagenes Firmenimperium zugesagt. Allerdings muss das Herzstück der Gruppe verkauft werden.
Im Zuge der Verhandlungen haben die Banken den Angaben nach allerdings durchgesetzt, dass sich der Sohn des toten Milliardärs, Ludwig Merckle, zurückziehen müsse. Ludwig Merckle übernahm nach dem Selbstmord des Firmenpatriarchen gemeinsam mit Susanne Frieß, Finanzchefin von Ratiopharm, die Geschäftsführung der Vermögensgesellschaft VEM. Durch den Überbrückungskredit soll das Firmengeflecht mit rund 100.000 Mitarbeitern kurzfristig vor der Insolvenz bewahrt werden. Der 74-jährige Unternehmer hatte nach Angaben eines VEM-Sprechers selbst noch alle nötigen Unterschriften geleistet, bevor er sich am Montagabend das Leben nahm. Er hatte sich in der Nähe seines Heimatortes Blaubeuren-Weiler bei Ulm vor einen Zug geworfen und war sofort tot. Sein Firmenimperium war durch die Finanzkrise und nach Verlusten bei Spekulationen mit VW-Aktien ins Wanken geraten. (dpa/nz)