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Produktion erstmals seit Jahren rückläufig: 

Deutscher Pkw-Export bricht drastisch ein

06. Jan 2009 15:25
Pkw bei einem Autohändler
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Immer seltener kaufen sich Asiaten oder Amerikaner einen Wagen «made in Germany»: Der Export ist um fast ein Viertel eingebrochen. Auch im Inland werden für 2009 sinkende Verkäufe befürchtet - mit Folgen für den Jobmarkt.

Die deutsche Autoindustrie spürt die weltweite Kaufzurückhaltung deutlich: Die Ausfuhren fielen im Dezember um 22 Prozent auf 222.900 Fahrzeuge, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Im Gesamtjahr ging der Export um vier Prozent auf 4,13 Millionen Autos zurück.

Erstmals seit 2002 ging die Produktion in der deutschen Autobranche zurück: 2008 stellten die deutschen Autobauer 5,53 Millionen Pkw her, etwa drei Prozent weniger als im Vorjahr. Drastisch fiel die Produktion im Schlussmonat: Die Produktion brach im Dezember um 22 Prozent auf 274.800 Einheiten ein.

Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hält an, ist aber nicht mehr ganz so tief wie im November. Im Dezember wurden knapp 226.000 Pkw neu zugelassen und damit 6,6 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mit. Im November war der Automarkt um fast 18 Prozent eingebrochen.

Im Gesamtjahr wurden knapp 3,1 Millionen Pkw neu zugelassen, das sind 1,8 Prozent weniger als im Jahr 2007. Dabei entstand das Minus erst im letzten Quartal des Jahres – bis September hielt sich der Automarkt noch über Wasser. Die Branche fürchtet, dass der Rückgang sich in diesem Jahr fortsetzt. Die Zahl der verkauften Neuwagen werde sich 2009 von knapp 3,1 Millionen auf nur noch 2,8 Millionen verringern, sagte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Robert Rademacher, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Damit ist Rademacher pessimistischer als der Verband der Automobilindustrie (VDA), der von 2,9 Millionen Neuzulassungen ausgeht. Der ZDK-Präsident erwartet daher auch, dass sich die Zahl der Arbeitsplätze im deutschen Kfz-Gewerbe 2009 stark verringern wird. «Wir erwarten, dass in diesem Jahr bei den Autohändlern und Werkstätten rund 30.000 Jobs verloren gehen werden», sagte Rademacher. Der Verband vertritt die Interessen von rund 40.000 Autohändlern und Werkstätten, die insgesamt 470 000 Mitarbeiter beschäftigen. (nz/dpa/AP)

 
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