Aufgetauchte Kreditkartendaten:
«Damit können Konten leergeräumt werden»
13.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Daten stammen offenbar von einer Firma, die für die LBB Abrechnungen erstellt. Weichert griff die Landesbank deshalb scharf an: «Das Weiterreichen selbst sensibelster Aufgaben an Dienstleister ist eine Achillesferse und ein enormer Kontrollverlust.» Rechtlich sei die Bank aber dennoch für die Konsequenzen verantwortlich. Sie solle die Konten sofort sperren, sobald sie über Informationen verfüge, wer genau betroffen sei, verlangte Weichert.
Die Daten stammen demnach aus dem Jahr 2008, viele Auflistungen bildeten die Einkäufe der Kunden im August ab. Auch Geheimnummern für Kreditkarten seien in der Sendung gewesen. Betroffen sind laut «FR» unter anderem Kreditkarten der Berliner Landesbank selbst sowie Karten, die über andere Unternehmen ausgestellt worden seien. Man habe am Freitag Polizei und Staatsanwaltschaft informiert. Betroffen seien Kunden in ganz Deutschland, die Bankleitzahlen der Institute liegen der Zeitung ebenfalls vor.
In jüngster Zeit wurden immer wieder Fälle bekannt, in denen Kundendaten in falsche Hände gerieten. Betroffen ist unter anderem die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter T-Mobile. Als Reaktion auf die Datendiebstahle verabschiedete das Bundeskabinett am Mittwoch einen Gesetzentwurf, mit dem die Weitergabe von Kundendaten künftig grundsätzlich nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen möglich ist. (AP/dpa)

