10.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Hat sich anders beraten lassen: Herbert Walter
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Er wolle einen «klaren und zügigeren Übergang der Verantwortlichkeiten ermöglichen»: Herbert Walter verzichtet auf einen Platz in der Führungsebene der neuen Commerzbank.
Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter tritt nach der Übernahme seines Instituts durch die Commerzbank vorzeitig zurück und wird dem Vorstand des fusionierten Instituts nicht angehören. Walter habe im Hinblick auf den für Januar beabsichtigten vollständigen Erwerb der Dresdner Bank durch die Commerzbank darum gebeten, mit der Mehrheitsübernahme von seinen Aufgaben als Vorstandschef der Dresdner Bank entbunden zu werden, teilten die beiden Frankfurter Großbanken am Mittwoch mit. Es sei vorgesehen, dass dann Commerzbank-Chef Martin Blessing den Vorstandsvorsitz der Dresdner bis zur Verschmelzung beider Häuser übernehme.
Die Commerzbank drückt wegen der Finanzkrise bei der Übernahme aufs Tempo: Vor zehn Tagen hatten sich die Commerzbank und die Dresdner-Bank-Mutter Allianz darauf geeinigt, das Geschäft bereits im Frühjahr und nicht erst Ende 2009 komplett abzuwickeln. Die Commerzbank übernimmt die angeschlagene Dresdner für nunmehr 5,1 Milliarden Euro. Der Commerzbank-Aufsichtsrat stimmte am Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung dem vorgezogenen Erwerb zu.
Bislang war vorgesehen, dass Walter als einziger aus dem Dresdner- Bank-Vorstand einen Platz in der Führungsebene der neuen Commerzbank bekommt. Darauf verzichtet der 55-Jährige nun und scheidet aus der Bank aus. Die Dresdner teilte mit, Walter wolle «auf diese Weise einen klaren und zügigeren Übergang der Verantwortlichkeiten ermöglichen». Er werde jedoch die bisher für die Allianz Gruppe ausgeübten Aufsichtsratsmandate bei internationalen Banken weiter wahrnehmen. (dpa-afxi)