02.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bleiben immer öfter am Boden: Passagier-Maschinen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Urlauber bleiben zuhause, Geschäftsreisende werden weniger: Die Fluggesellschaften bekommen die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren. Vor allem der Flugverkehr in Nordamerika und zwischen Asien und den USA geht zurück.
Die globale Wirtschaftskrise hat auch den internationalen Flugverkehr erfasst: Nach einem Rückgang der Passagierzahlen um 2,9 Prozent im September blieben die Zahlen im Oktober um 1,3 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück, wie der Luftfahrtverband IATA am Montag mitteilte.
Den größten Einbruch verzeichnete die International Air Transport Association bei der Zahl der Passagiere mit «Premium-Tickets» - das sind überwiegend Geschäftsreisende. Hier gingen die Fluggastzahlen im September um 8,0 Prozent zurück. Die größte Abschwächung gab es in Nordamerika sowie im Flugverkehr zwischen den USA und Asien. «Das wird ein sehr kalter Winter, und ich bin kein Meteorologe», sagte der Luftverkehrsexperte Ray Neidl von der Finanzfirma Calyon Securities.
Der Rückgang im Flugverkehr wirkt sich auch auf andere vom Tourismus abhängige Branchen aus. In Rom zum Beispiel brachen die Übernachtungszahlen der Hotels im Oktober um 17,5 Prozent ein. In London waren es 5,2 Prozent im September und 4,2 Prozent im Oktober. Europaweit registrierte STR Global Managing einen Rückgang der Übernachtungszahlen von 4,9 Prozent im September und 6,3 Prozent im Oktober. (AP)