Druck vom Kartellamt : 

netzeitung.deGasversorger sollen Preise senken

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Schöne Überraschung: Weniger Geld für Gas zahlen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schöne Überraschung: Weniger Geld für Gas zahlen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zeitlich passend zum Wintereinbruch, verkündet eine Zeitung frohe Botschaft für die Gaskunden: Das Kartellamt will preisliche Entlastungen erzwingen - bei Dutzenden Versorgern.

Das wäre einmal ein Weihnachtsgeschenk der praktischen Art: Das Kartellamt will einem Pressebericht zufolge rund 30 deutsche Gasversorger zu Preissenkungen zwingen. Wie das «Handelsblatt» berichtet, plant die Behörde einen Vergleich mit allen Versorgern, gegen die sie im Frühjahr Missbrauchsverfahren eingeleitet hat.

Strittige Verfahren sollen demnach eingestellt werden, wenn die Versorger sich zu früheren Preissenkungen oder Entschädigungszahlungen verpflichten. Davon würden dem Bericht zufolge rund drei Millionen Kunden profitieren. Die Zugeständnisse würden sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen. An einer Einigung werde mit Hochdruck gearbeitet, teilweise seien nur noch Details zu klären.

Furcht vor Missbrauchsverfügung
Die Unternehmen, zu denen auch RWE gehört, lehnten einen Kommentar gegenüber der Zeitung ab. Das Kartellamt teilte mit, eine Entscheidung werde noch in diesem Jahr angestrebt. Die Unternehmen hätten ein Interesse an Zugeständnissen, weil sie eine Missbrauchsverfügung fürchten, heißt es in dem Bericht weiter.

Laut «Handeslblatt» sind unter anderem folgende Gasversorger betroffen: Töchter von Eon und RWE, die Berliner Gasag, die Rheinenergie aus Köln oder die Stadtwerke Düsseldorf.

Das Kartellamt könne Unternehmenskreisen zufolge ohnehin nur 35 bis 40 Prozent seiner ursprünglichen Forderungen durchsetzen. Der Versorger Eon hatte sich bereits Anfang Oktober mit den Wettbewerbshütern geeinigt. (nz/dpa)