Abwärtstrend gestoppt:
Telekom-Mirakel: Umsatz sinkt, Gewinn steigt
06.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
In den ersten neun Monaten des Jahres erzielte die Telekom einen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro, 67,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Um Sondereinflüsse bei Abschreibungen und Steuern bereinigt legte der Konzernüberschuss um 17,1 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zu. Der Umsatz sank dagegen um 2,5 Prozent auf 45,6 Milliarden Euro.
Obermann hob hervor, dass das Kostensenkungsprogramm der Telekom die Ertragskraft vor allem im Inland verbessert habe. Inzwischen seien Einsparungen von gut 3,5 Milliarden Euro erreicht. Das Ziel von 4,7 Milliarden Euro bis 2010 könne möglicherweise schon früher verwirklicht werden. Obermann bestätigte die Prognose für das laufende Jahr, die Erträge auf dem Niveau von 2007 vorsieht. Eine konkrete Finanzplanung für 2009 sei noch nicht vom Aufsichtsrat verabschiedet. Die Telekom erwarte aber trotz wahrscheinlich sehr schwieriger Rahmenbedingungen erneut unter dem Strich stabile Ergebnisse.
Obermann hob hervor, dass die Telekom ihren Anteil an den DSL-Neukunden auf 49 Prozent habe steigern und zunehmend Kunden von der Konkurrenz habe zurückgewinnen können. Die Anschlussverluste beim herkömmlichen Telefonanschluss haben sich zugleich verlangsamt. Ein Verlust von 574.000 Kunden bei Analog- und ISDN-Telefon bedeute den niedrigsten Wert im laufenden Jahr. Seit Jahresbeginn seien 1,8 Millionen Kunden abgewandert. Die Telekom werde somit möglicherweise etwas besser abschneiden als die bisher eingeplanten Verluste von 2,5 Millionen bis 3 Millionen Telefonkunden erwarten ließen.
Der künftige Sprecher der Geschäftsführung solle für die Bereiche Recht, Datenschutz und Unternehmenssicherheit zuständig sein, aber nicht mehr zusätzlich für den Vertrieb. Durch die Auflösung der Doppelfunktion solle dem Thema Datenschutz eine höhere Aufmerksamkeit verliehen werden, hieß es. Der neue Sprecher solle möglichst zügig berufen werden. (AP/dpa)

