Rettungspaket der Regierung: 

netzeitung.deCommerzbank nimmt Finanzhilfe an

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Das Paket soll auch für die Bankkunden gut sein: Commerzbank (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das Paket soll auch für die Bankkunden gut sein: Commerzbank
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Die Bundesregierung hat erfreut auf den «verantwortungsvollen Schritt der Commerzbank« reagiert. Die Bank soll aus dem Sonderfonds eine stille Einlage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro erhalten.

Die erste private Großbank in Deutschland spricht auf die angebotene Hilfe an: Die Bundesregierung hat die Ankündigung der Commerzbank begrüßt, milliardenschwere Hilfe des Rettungspakets der Regierung in Anspruch zu nehmen. «Das stärkt die Bank und schützt Anteilseigner und Arbeitnehmer genauso wie die Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft», erklärte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig, am Montag in Berlin.

Er sprach von einem «verantwortungsvollen Schritt der Commerzbank, sich unter den Rettungsschirm des Sondervermögens zu stellen». Der Sonderfonds der Regierung werde das Kernkapital der Bank mit einer stillen Einlage von 8,2 Milliarden Euro stärken, teilte die Commerzbank am Montag in Frankfurt mit.

«Wir haben das Maßnahmenpaket der Bundesregierung von Anfang an begrüßt», erklärte Vorstandssprecher Martin Blessing. «Wir machen von den Instrumenten des Pakets Gebrauch, weil dies gut für die Bank, ihre Mitarbeiter und Kunden ist.» Damit sichere die Commerzbank ihre Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich ab. Die Kapitalzufuhr in Form stiller Einlagen trage auch den Interessen der Aktionäre Rechnung.

Zudem werde der Fonds der Commerzbank-Gruppe als Option eine Garantie für Schuldverschreibungen über 15 Milliarden Euro einräumen. Die Garantien laufen längstens bis Ende 2012.

Ackermann prahlt
Die Commerzbank zahlt den Angaben zufolge für die Garantieübernahme einen marktüblichen Preis. Im Gegenzug zur Nutzung des staatlichen Hilfspakets streicht die Commerzbank die Dividende für 2008 und 2009. Zudem werden die Vorstandsgehälter auf maximal eine halbe Million Euro begrenzt.

Am Wochenende hatte der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bank Josef Ackermann bekräftigt, auch auf absehbare Zeit keine Hilfe aus dem 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket der Bundesregierung anzunehmen. «Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind», sagte Ackermann am Sonntag in der ZDF-Sendung «Berlin direkt». Umgekehrt nahm er Bezug auf andere Banken, die von der Finanzkrise betroffen sind: «Und die Banken, die eher schwächer dastehen, die sollen so rasch wie möglich gestärkt werden.» (dpa/AP)