30.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
An der Börse in Tokio
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
+++ Privatbanken schnuppern am Rettungspaket +++ Deutsche Bank erwägt, Kreditbürgschaft in Anspruch zu nehmen +++ Nikkei auf höchstem Stand seit einer Woche +++ Deutsche Bank spürt Krise bei Privatkunden +++ US-Politiker warnen Banken vor Bonuszahlungen Angesichts der Finanzkrise haben US-Politiker und Aufsichtsbehörden die amerikanische Bankenbranche scharf vor hohen Bonuszahlungen zum Jahresende gewarnt. New Yorks Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo forderte von führenden US-Banken binnen einer Woche Auskunft über die in den nächsten Monaten anstehenden Zahlungen für das Top-Management. Zu hohe Boni könnten gesetzeswidrig sein, warnte Cuomo in einem Brief an neun Finanzhäuser vom Mittwoch (Ortszeit). Die Drohung des Generalstaatsanwalts richtet sich an die Banken, die staatliche Gelder im Rahmen des Rettungspakets bekommen. Zu den größten Empfängern zählen die Citigroup und JP Morgan Chase sowie Goldman Sachs und Morgan Stanley. Allein der Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, hatte im vergangenen Jahr einen Rekordbonus inklusive Aktienoptionen von rund 68 Millionen Dollar erhalten. Führende Politiker hatten bereits zuvor die mit staatlichen Geldern unterstützten Banken vor der Verwendung der Hilfen für Bonuszahlungen gewarnt. Die Boni sind in der Regel an das Ergebnis der Bank gekoppelt. Für dieses Jahr werden in der Branche angesichts der Milliardenverluste durch die Finanzkrise drastisch niedrigere Ausschüttungen erwartet. (dpa) Privatbanken erwägen Teilnahme am Rettungspaket Weitere große Privatbanken wollen nach Angaben von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück das Hilfspaket der Bundesregierung nutzen. «In den nächsten vier bis fünf Tagen wird es eine ganze Reihe von Instituten geben, die die Hilfe in Anspruch nehmen werden», sagte der SPD-Politiker der «Financial Times Deutschland. Darunter seien auch solche Banken, die sich zuvor öffentlich anders geäußert hätten. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung« erwägen Commerzbank, Dresdner Bank, Postbank und sogar die Deutsche Bank jetzt doch, Kreditbürgschaften aus dem Rettungspaket des Staates in Anspruch zu nehmen. Dax zum Auftakt freundlich Freundliche Vorgaben besonders aus Asien und mehrheitlich positiv aufgenommene Unternehmenszahlen haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag beflügelt. In den ersten Handelsminuten stieg der Dax um 2,58 Prozent auf 4932 Zähler. Der M-Dax legte um 3,17 Prozent auf 5408 Punkte zu, der Tec-Dax gewann 4,19 Prozent auf 505 Punkte. (dpa) Nikkei schließt mit Gewinn Der japanische Leitindex Nikkei 225 hat am Donnerstag mit einem erneuten Kurssprung an die Erholung vom Vortag angeknüpft und auf dem höchsten Stand seit einer Woche geschlossen. Der Index gewann 9,96 Prozent auf 9.029,76 Zähler. Für den breit gefassten Topix ging es um 8,32 Prozent auf 899,37 Punkte aufwärts. Händler verwiesen auf Kursgewinne der Exporttitel wie Kyocera, die Yen-Schwäche und die Hoffnung auf eine Zinssenkung durch die japanische Zentralbank. (dpa) Deutsche Bank spürt Krise auch bei Privatkunden Die Deutsche Bank bekommt die Finanzkrise mittlerweile auch in ihrem Geschäft mit Privatkunden und immer stärker in der Vermögensverwaltung zu spüren. Im Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden (PBC) sank der Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 262 Millionen Euro, wie die Bank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. In der Vermögensverwaltung rutschte das Institut vor Steuern mit 95 Millionen Euro in die roten Zahlen; im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 265 Millionen Euro gestanden. Im klassischen Investmentbanking (CB&S) setzte sich der negative Trend der vergangenen durch die Zuspitzung der Finanzkrise und weiter Milliardenabschreibungen fort. Die Sparte schrieb vor Steuern einen Verlust von 789 Millionen Euro, im Vorjahr hatte ein Minus von 179 Millionen Euro gestanden. Auch zu Beginn des vierten Quartals seien die Marktbedingungen in diesem Bereich weiter schwierig geblieben, hieß es. Die Deutsche Bank konnte aber ihre Risikopositionen weiter verringern. Zuwächse verzeichnete einzig das Global Transaction Banking (GTB), in dem die Wertpapieraufbewahrung, der Zahlungsverkehr und die Handelsfinanzierung gebündelt sind. Die Sparte konnte mit einem Gewinnplus von sieben Prozent auf 281 Millionen Euro vor Steuern das beste dritte Quartal ihrer Geschichte ausweisen. (dpa)
US-Politiker warnen Banken vor BonuszahlungenAngesichts der Finanzkrise haben US-Politiker und Aufsichtsbehörden die amerikanische Bankenbranche scharf vor hohen Bonuszahlungen zum Jahresende gewarnt. New Yorks Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo forderte von führenden US-Banken binnen einer Woche Auskunft über die in den nächsten Monaten anstehenden Zahlungen für das Top-Management. Zu hohe Boni könnten gesetzeswidrig sein, warnte Cuomo in einem Brief an neun Finanzhäuser vom Mittwoch (Ortszeit).
Die Drohung des Generalstaatsanwalts richtet sich an die Banken, die staatliche Gelder im Rahmen des Rettungspakets bekommen. Zu den größten Empfängern zählen die Citigroup und JP Morgan Chase sowie Goldman Sachs und Morgan Stanley. Allein der Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, hatte im vergangenen Jahr einen Rekordbonus inklusive Aktienoptionen von rund 68 Millionen Dollar erhalten.
Führende Politiker hatten bereits zuvor die mit staatlichen Geldern unterstützten Banken vor der Verwendung der Hilfen für Bonuszahlungen gewarnt. Die Boni sind in der Regel an das Ergebnis der Bank gekoppelt. Für dieses Jahr werden in der Branche angesichts der Milliardenverluste durch die Finanzkrise drastisch niedrigere Ausschüttungen erwartet. (dpa)
Privatbanken erwägen Teilnahme am RettungspaketWeitere große Privatbanken wollen nach Angaben von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück das Hilfspaket der Bundesregierung nutzen. «In den nächsten vier bis fünf Tagen wird es eine ganze Reihe von Instituten geben, die die Hilfe in Anspruch nehmen werden», sagte der SPD-Politiker der «Financial Times Deutschland. Darunter seien auch solche Banken, die sich zuvor öffentlich anders geäußert hätten. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung« erwägen Commerzbank, Dresdner Bank, Postbank und sogar die Deutsche Bank jetzt doch, Kreditbürgschaften aus dem Rettungspaket des Staates in Anspruch zu nehmen.
Dax zum Auftakt freundlichFreundliche Vorgaben besonders aus Asien und mehrheitlich positiv aufgenommene Unternehmenszahlen haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag beflügelt. In den ersten Handelsminuten stieg der Dax um 2,58 Prozent auf 4932 Zähler. Der M-Dax legte um 3,17 Prozent auf 5408 Punkte zu, der Tec-Dax gewann 4,19 Prozent auf 505 Punkte. (dpa)
Nikkei schließt mit GewinnDer japanische Leitindex Nikkei 225 hat am Donnerstag mit einem erneuten Kurssprung an die Erholung vom Vortag angeknüpft und auf dem höchsten Stand seit einer Woche geschlossen. Der Index gewann 9,96 Prozent auf 9.029,76 Zähler. Für den breit gefassten Topix ging es um 8,32 Prozent auf 899,37 Punkte aufwärts. Händler verwiesen auf Kursgewinne der Exporttitel wie Kyocera, die Yen-Schwäche und die Hoffnung auf eine Zinssenkung durch die japanische Zentralbank. (dpa)
Deutsche Bank spürt Krise auch bei PrivatkundenDie Deutsche Bank bekommt die Finanzkrise mittlerweile auch in ihrem Geschäft mit Privatkunden und immer stärker in der Vermögensverwaltung zu spüren. Im Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden (PBC) sank der Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 262 Millionen Euro, wie die Bank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. In der Vermögensverwaltung rutschte das Institut vor Steuern mit 95 Millionen Euro in die roten Zahlen; im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 265 Millionen Euro gestanden.
Im klassischen Investmentbanking (CB&S) setzte sich der negative Trend der vergangenen durch die Zuspitzung der Finanzkrise und weiter Milliardenabschreibungen fort. Die Sparte schrieb vor Steuern einen Verlust von 789 Millionen Euro, im Vorjahr hatte ein Minus von 179 Millionen Euro gestanden. Auch zu Beginn des vierten Quartals seien die Marktbedingungen in diesem Bereich weiter schwierig geblieben, hieß es. Die Deutsche Bank konnte aber ihre Risikopositionen weiter verringern.
Zuwächse verzeichnete einzig das Global Transaction Banking (GTB), in dem die Wertpapieraufbewahrung, der Zahlungsverkehr und die Handelsfinanzierung gebündelt sind. Die Sparte konnte mit einem Gewinnplus von sieben Prozent auf 281 Millionen Euro vor Steuern das beste dritte Quartal ihrer Geschichte ausweisen. (dpa)