Laut «Spiegel» schloss die Telekom das Leck erst, nachdem sie am Donnerstag mit den Recherchen konfrontiert worden sei. Die Telekom erklärte, der illegale Zugriff mit gestohlenen Passwörtern auf die Vertriebsdatenbank von T-Mobile sei seit Donnerstagnacht nicht mehr möglich. Man habe ein Verfahren eingeführt, das mit einer Transaktionsnummer (TAN) Eingriffe von Unbefugten ausschließe und Teil des am Freitag vorgestellten Maßnahmenpakets für Datenschutz sei.Bei dem TAN-Verfahren kann demnach der Vertriebsmitarbeiter nur auf die Daten des Kunden zugreifen, wenn er von diesem eine gültige TAN erhält. Diese bekomme der Kunde vom System automatisch generiert per SMS auf sein Handy, wenn er einen Service in Anspruch nehmen wolle. Erst wenn der Telekom-Mitarbeiter die TAN in die Datenbank eingebe, könne er die Daten des Kunden lesen und bearbeiten.
Zudem seien alle in den Telekom-Shops genutzten Passwörter ersetzt worden. Am Freitag hatte die Telekom bessere Standards beim Datenschutz und eine schnellere Information der Öffentlichkeit bei Problemen angekündigt. Zuvor war bekannt geworden, dass dem Unternehmen bereits 2006 rund 17 Millionen Kundendaten aus dem Mobilfunkbereich gestohlen worden waren.
Ein Telekomsprecher sagte am Samstag zu dem neuen Datenproblem, man habe auf der Pressekonferenz am Freitag mündlich auf ein neu aufgetretenes Problem hingewiesen. Zudem sollte darüber auch auf der Internetseite berichtet werden, auf der das Unternehmen ab der kommenden Woche die Kunden aktuell über Probleme informieren will.