06.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei Ebay Deutschland müssen 100 Mitarbeiter gehen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Internet-Auktionshaus will weltweit rund zehn Prozent seiner Stellen kürzen. Während Milliarden für Zukäufe ausgegeben werden, müssen auch deutsche Mitarbeiter ihren Hut nehmen - ohne dass die Kunden etwas davon merken.
Das Deutschland-Geschäft von Ebay ist vom angekündigten weltweiten Stellenabbau des Konzerns etwas weniger betroffen als die übrigen Regionen. Rund 100 Mitarbeiter müssten gehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Stellenstreichungen würden das Vorsteuer-Ergebnis im vierten Quartal mit 70 bis 80 Millionen Dollar belasten. Das Unternehmen kündigte zudem zwei Übernahmen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar an.
«In Deutschland sollen rund acht Prozent der rund 1250 Stellen gestrichen werden», sagte ein Sprecher von Ebay Deutschland. «Von dem Stellenabbau ist vor allem die Verwaltung - insbesondere das Marketing - betroffen. Der Kundenservice bleibt davon unberührt», sagte er. Deutschland ist für Ebay gemessen am Umsatz der zweitgrößte Markt.
Mit Skype und Paypal gegen AmazonDas Unternehmen kämpfte zuletzt mit sinkenden Wachstumsraten sowie einem langsameren Gewinnwachstum. In dem Ende September abgelaufenen dritten Quartal habe Ebay beim Umsatz das untere Ende der im Juli abgegebenen Prognose-Spanne erreicht, hieß es.
Der Gewinn je Aktie sei dagegen besser als damals angekündigt ausgefallen. Der Konzern hatte im Juli für das dritte Quartal einen Umsatz von 2,1 bis 2,15 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 1,89 Mrd.) sowie einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten zwischen 39 und 41 (Vorjahr: 41) Cent je Aktie in Aussicht gestellt.
Dem Konzern kommen zunehmend Wettbewerber wie der Internet-Einzelhändler «Amazon.com» ins Gehege. Im Gegenzug macht Ebay immer mehr Geschäft als gewöhnliche Handelsplattform mit Verkäufen ohne Versteigerung. Neben den Online-Marktplätzen gehören das elektronische Bezahlsystem Paypal und der Internettelefonie-Dienst Skype zu Ebay. (nz/dpa)