netzeitung.deRefinanzierung der Banken am Geldmarkt

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Finanzzentrum Frankfurt am Main (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Finanzzentrum Frankfurt am Main
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Für die Vergabe von Krediten müssen sich die Kreditinstitute selbst Mittel beschaffen. Für die Refinanzierung kommt in erster Linie der Geldmarkt in Frage.

Banken benötigen zur Abwicklung ihrer täglichen Geschäfte einen erheblichen Betrag an kurzfristigen Geldern. Diese Mittel besorgen sich die Institute in erster Linie am sogenannten Geld- oder Interbankenmarkt. Hier leihen sich die Banken für kurze Zeit - teilweise nur einen Tag lang - und meistens ohne Stellung von Sicherheiten liquide Mittel aus.

In «normalen» Zeiten funktioniert dies weitgehend reibungslos. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im vergangenen Sommer trauen sich die Banken aber kaum noch über den Weg. Hintergrund ist die Ungewissheit, welche Bank in welchem Umfang «faule Kredite» und «Ramsch-Hypotheken» aus dem krisengeschüttelten US-Immobilienmarkt in ihren Bilanzen hat.

Auf dieses Misstrauen sind zumindest teilweise die Liquiditätsprobleme der Hypo Real Estate (HRE) zurückzuführen. So war die HRE-Tochter Depfa in Schwierigkeiten geraten, nachdem sie einen milliardenschweren Refinanzierungsbedarf nicht mehr decken konnte. Einem Medienbericht zufolge hat sich die auf staatliche Projekte spezialisierte Depfa für Langfristprojekte sehr kurzfristig refinanziert. Da sich aber die Geschäftsbanken mit gegenseitigen Ausleihungen derzeit stark zurückhalten, war die Refinanzierung dieser Projekte teilweise nicht mehr möglich. Die HRE hatte die Depfa erst vor rund einem Jahr übernommen. (dpa)