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Folgen der Finanzkrise: 

Drei-Länder-Milliarden für Dexia-Bank

30. Sep 2008 10:06
Drei Staatsmänner helfen einer Bank
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Es ist bereits das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass mehrere Staaten einen Konzern vor dem Zusammenbruch bewahren. Der Immobilienfinanzierer Dexia wird gleich von drei Ländern unterstützt.

Belgien, Frankreich und Luxemburg wollen dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Dexia mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 6,4 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Das gab Belgiens Premierminister Yves Leterme am Dienstagmorgen nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde bekannt.

Der belgische und der französische Staat beteiligen sich demnach mit jeweils drei Milliarden Euro, Frankreich über das staatliche Kreditinstitut Caisse de Dépôts et de Consignations (CDC). Luxemburg steuert 376 Millionen Euro bei. Bereits am Montag waren Gerüchte aufgekommen, es könne eine Kapitalerhöhung geben. Dexia-Aktien hatten daraufhin gut 30 Prozent an Wert verloren.

Von den drei Milliarden Euro aus Belgien stammen 500 Millionen von der Region Flandern. Die Wallonie steuert 350 Millionen Euro bei und die Region Brüssel 150 Millionen Euro. Eine weitere Milliarde Euro soll von institutionellen Anlegern kommen, darunter die Finanz- und Versicherungshäuser Arcofin et Ethias.

Der Schritt ist bereits die zweite Rettungsaktion mehrerer Länder innerhalb kürzester Zeit. Am Montag hatten die Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs den Finanzkonzern Fortis mit 11,2 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt.

Belgien übernimmt dabei für 4,7 Milliarden Euro 49 Prozent der Anteile des belgischen Zweigs von Fortis. Die Niederlande investieren vier Milliarden Euro für ebenfalls 49 Prozent an der Fortis Bank Niederlande. Luxemburg zahlt für 49 Prozent der Aktien an der Fortis Banque Luxembourg 2,5 Milliarden Euro. (dpa)

 
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