Nach heftigem Protest: 

netzeitung.deBahn verzichtet auf Bedienzuschlag

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Er kommt nicht später, er kommt gar nicht: der Bedienzuschlag (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Er kommt nicht später, er kommt gar nicht: der Bedienzuschlag
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Nachdem zuletzt auch die Politik Druck gemacht hat, verzichtet die Bahn auf die geplante umstrittene Service-Gebühr. Die FDP sieht in ihr ein Symbol für die verfehlte Monopolstellung der Bahn im Fernverkehr.

Bahnkunden bleibt der umstrittene Bedienzuschlag von 2,50 Euro beim Kauf von Fernzugtickets am Schalter erspart. Das entschied die Deutsche Bahn am Freitag, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte.

Gegen die geplante Einführung der Gebühr zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember hatte es massive Proteste von Verbraucherschützern, Gewerkschaften und aus der Politik gegeben. Zunächst hatte die Bahn- Spitze darauf mit der Ankündigung von Ausnahmeregeln für Senioren und Schwerbehinderte reagiert.

Für die Bundesregierung, die noch 100-prozentiger Eigentümer der Bahn ist, hatte nach Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auch Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) auf einen Verzicht gedrängt.

«Es ist gut, dass dieser absurde Zuschlag vom Tisch ist», kommentierte der Verkehrsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Horst Friedrich. Das eigentliche Problem bleibe jedoch bestehen: die Monopolstellung der Deutschen Bahn im Fernverkehr. «Die Bahn braucht Konkurrenz, dann sinken die Preise und steigt der Service.»

Die DB nutze ihre Monopolstellung im Fernverkehr «konsequent» aus, meint der FDP-Politiker. So habe sie die Preise seit 2004 um fast 23 Prozent erhöht. Das habe weder etwas mit gestiegenen Lohnkosten noch mit höheren Energiekosten zu tun. Der Personalaufwand im Fernverkehr habe 2007 sogar unter der Summe von 2004 gelegen, und die Energiekosten für die Bahn seien nur moderat gestiegen, so Friedrich.

Seiner Meinung nach muss dringend Wettbewerb im Fernverkehr her – vor allem angesichts des bevorstehenden Börsengangs des Staatskonzerns. «Nach dem Börsengang wird sich die monopolbedingte Problematik weiter verschärfen. Privatisierung und Wettbewerb gehören untrennbar zusammen.» (nz/dpa)