04. Sep 2008 20:07
Fürwahr ein ungewöhnlicher Schritt: Mitten in der Insolvenz nimmt der Warenhauskonzern einen weiteren Standort ins Visier. Noch vor Weihnachten soll es eine neue Filiale in Niederbayern geben.
Ungeachtet der Insolvenz-Anmeldung will die angeschlagene Warenhauskette Hertie im bayerischen Straubing ein neues Kaufhaus eröffnen. Das kündigte Insolvenzverwalter Biner Bähr im Gespräch mit dem «Handelsblatt» an. Den für ein insolventes Unternehmen ungewöhnlichen Schritt begründet der Düsseldorfer Anwalt damit, dass die Expansion die Aussichten der Gläubiger auf eine hohe Insolvenzquote verbessern dürfte. Spätestens am 27. November solle das Kaufhaus in Straubing eröffnen.An eine Zerschlagung von Hertie sei nicht gedacht, sagte Bähr. Hertie war vor drei Jahren von KarstadtQuelle verkauft worden. Die Warenhauskette hatte Ende Juli Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war wegen der Finanzprobleme des britischen Haupteigentümers Dawnay Day in Schwierigkeiten geraten. (dpa)