Die Deutsche Post mit ist 50 Prozent plus eine Aktie größter Anteilseigner – damit ist ihr Paket derzeit etwa 3,6 Milliarden Euro wert. «Wenn die Post für ihre Bank nicht fünf Milliarden Euro erlösen kann, sollte der Verkauf abgeblasen werden», sagte Analyst Axel Funhoff von der ING-Diba der «FTD». In Regierungskreisen heißt es, die Bundesregierung habe kein Interesse daran, die Postbank unter Wert zu verkaufen.Die Frage hat zudem politische Bedeutung. Dem Vernehmen nach ist die Deutsche Bank der einzig verbliebene Interessent für die Postbank. Andererseits hat sich die Bundespolitik stets einen zweiten deutschen Bankkonzern neben der Deutschen Bank gewünscht – dieser entsteht jetzt durch die Verschmelzung von Commerzbank und Dresdner Bank. Mit einer Übernahme der Postbank würde die Deutsche Bank aber den Abstand zur «neuen» Commerzbank wieder vergrößern.
Die Bundesregierung will sich zum Stand der Verkaufsverhandlungen nicht äußern. Doch dürfte laut «Handelsblatt» das Thema auf der Aufsichtsratssitzung der Post in der kommenden Woche Thema werden. (nz)