Tarifverhandlungen in der Metallindustrie:
Durchbruch bei der Altersteilzeit
03.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Künftig sollen höchsten 2,5 Prozent der Belegschaft eines Betriebes einen allgemeinen Anspruch auf Altersteilzeit haben, teilten die Tarifparteien in Sindelfingen mit. In Unternehmen, die Arbeitnehmer mit besonderen Belastungen beschäftigen, kann diese Quote auf 4 Prozent steigen.
Der Abschluss in Baden-Württemberg könnte auf die bundesweit insgesamt 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche übertragen werden. Der IG-Metall-Bezirk will bei der Sitzung seiner Großen Tarifkommission am Donnerstag das Verhandlungsergebnis beraten.
Die Verhandlungen waren nach der siebten Gesprächsrunde Ende Juni in Böblingen abgebrochen worden. Vor der Sommerpause hatte die IG Metall mit bundesweiten Warnstreiks ihre Forderung untermauert, wonach möglichst viele Arbeitnehmer einen Anspruch auf Altersteilzeit erhalten sollten. Die Arbeitgeber dagegen wollten den Kreis der Berechtigten auf besonders belastete Beschäftigte mit langer Betriebszugehörigkeit beschränken. Der Termin am Mittwoch galt als letzte Chance für eine Einigung vor der anstehenden Lohnrunde, die am Montag mit der Bekanntgabe einer Forderungsempfehlung des IG-Metall-Vorstands in Frankfurt am Main Fahrt aufnimmt. (AP/dpa)

