Trotz Anlaufproblemen:
Neue Design-Linie stellt Fujitsu-Siemens zufrieden
27.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
In den vergangenen Monaten häuften sich die Medienberichte, die einen Ausstieg von Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem japanischen Technologiekonzern Fujitsu prophezeien. Hintergrund sind Äußerungen von Siemens-Chef Peter Löscher, der sich unzufrieden mit der Rendite der Halbtochter gezeigt hatte. Laut einem Bericht hat Siemens den 1999 geschlossenen Partnerschaftsvertrag bereits zum kommenden Jahr gekündigt. Fujitsu ließ dagegen wissen, die Verhandlungen liefen noch.
Wysuwa räumte ein, dass auch die Mitarbeiter «zuerst verunsichert» gewesen seien. Doch das Management habe viele Zukunftssorgen zerstreuen können. «Wir haben keine erhöhte Fluktuation», betonte der Deutschland-Chef. 6200 der 10.500 Beschäftigen sind im Heimatland stationiert.
Doch laut Wysuwa war die Entscheidung für ein neues, «unverwechselbares» Äußeres richtig: «Die neuen Notebooks verkaufen sich besser als die alten.» Allerdings ist Fujitsu-Siemens schon lange kein reiner Computerhersteller mehr, wie der Deutschland-Chef ergänzte. Das Unternehmen wandelt sich zu einem Dienstleister. Die Zukunft des Unternehmens liege in sogenannten Managed Services.
Dabei übernimmt das deutsch-japanische Gemeinschaftsunternehmen komplexe IT-Aufgaben für seine Kunden. So betreiben die Münchener etwa riesige Datenspeicher für den Software-Konzern SAP. Mit dem Verkauf von Computern allein ließe sich heute kaum noch Geld verdienen, sagte Wysuwa. Notebooks asiatischer Anbieter gibt es inzwischen schon für unter 300 Euro zu kaufen. Möglich mache dies nicht zuletzt der schwache Dollar. (dpa-AFX/dpa)

