Trotz Anlaufproblemen: 

netzeitung.deNeue Design-Linie stellt Fujitsu-Siemens zufrieden

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Amilo 3000 aus der neuen Serie von Fujitsu-Siemens (Foto: Fujitsu-Siemens<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Amilo 3000 aus der neuen Serie von Fujitsu-Siemens
Foto: Fujitsu-Siemens
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der harte Preiskampf, aber auch die Umstellung auf eine neue Serie haben das Geschäft von Fujitsu-Siemens belastet. Das Unternehmen bereut den Schritt aber nicht - das Inlandsgeschäft lief zuletzt «okay».

Der Computerhersteller Fujitsu-Siemens verzeichnet trotz aller Spekulationen über einen Ausstieg von Siemens keine Einbrüche im Inlandsgeschäft. «Der Juli war super, der August okay», sagte Deutschland-Chef Hans-Dieter Wysuwa im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa-AFX.

«Unsere Konkurrenz versucht täglich, unter Verweis auf die Nachrichtenlage, uns Kunden abspenstig zu machen», sagte Wysuwa. Die Privat- und Großkunden ließen sich davon aber nicht beirren, bei den mittelständischen Kunden helfe ein offenes Gespräch. «Ich mache ihnen klar, dass das alles bloße Spekulationen sind.» Deutschland ist der mit Abstand wichtigste Markt für das Unternehmen.

In den vergangenen Monaten häuften sich die Medienberichte, die einen Ausstieg von Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem japanischen Technologiekonzern Fujitsu prophezeien. Hintergrund sind Äußerungen von Siemens-Chef Peter Löscher, der sich unzufrieden mit der Rendite der Halbtochter gezeigt hatte. Laut einem Bericht hat Siemens den 1999 geschlossenen Partnerschaftsvertrag bereits zum kommenden Jahr gekündigt. Fujitsu ließ dagegen wissen, die Verhandlungen liefen noch.

Wysuwa räumte ein, dass auch die Mitarbeiter «zuerst verunsichert» gewesen seien. Doch das Management habe viele Zukunftssorgen zerstreuen können. «Wir haben keine erhöhte Fluktuation», betonte der Deutschland-Chef. 6200 der 10.500 Beschäftigen sind im Heimatland stationiert.

Fujitsu-Siemens setzt auf Dienstleistungen
Der harte Preiskampf – angefacht vom schwachen Dollar – kostete Fujitsu-Siemens allerdings die Marktführerschaft hierzulande. Die Unternehmensspitze stellte bereits die Jahresziele in Frage. «Es ist nicht alles so gelaufen, wie es sollte», räumte auch Wysuwa ein. Neben dem starken Wettbewerb habe die Umstellung auf eine neue, einheitliche Design-Linie Probleme bereitet. Zum einen habe es noch große Bestände alter Geräte bei den Händlern gegeben, zum anderen habe die Produktion der neuen Geräte nicht schnell genug hochgefahren werden können.

Doch laut Wysuwa war die Entscheidung für ein neues, «unverwechselbares» Äußeres richtig: «Die neuen Notebooks verkaufen sich besser als die alten.» Allerdings ist Fujitsu-Siemens schon lange kein reiner Computerhersteller mehr, wie der Deutschland-Chef ergänzte. Das Unternehmen wandelt sich zu einem Dienstleister. Die Zukunft des Unternehmens liege in sogenannten Managed Services.

Dabei übernimmt das deutsch-japanische Gemeinschaftsunternehmen komplexe IT-Aufgaben für seine Kunden. So betreiben die Münchener etwa riesige Datenspeicher für den Software-Konzern SAP. Mit dem Verkauf von Computern allein ließe sich heute kaum noch Geld verdienen, sagte Wysuwa. Notebooks asiatischer Anbieter gibt es inzwischen schon für unter 300 Euro zu kaufen. Möglich mache dies nicht zuletzt der schwache Dollar. (dpa-AFX/dpa)