18. Aug 2008 15:10
Die Bahn wird wie schon 2007 kurz vor Weihnachten ihre Fahrpreise erhöhen. Um wieviel, will Hartmut Mehdorn noch nicht verraten. Aber seine Klagen über «explodierende Kosten» für Energie und Personal lassen das Schlimmste befürchten.
Er bekräftigte, dass die neu gegründete Tochter DB Mobility Logistics (DB ML) im Herbst zu 24,9 Prozent an Privatanleger verkauft werden soll. Für Verschiebungen gebe es «überhaupt keinen Grund». Im ersten Halbjahr habe sich das Geschäftsmodell trotz einer Abkühlung der Weltkonjunktur als robust erwiesen. Für die Börsentochter DB ML, die den Personen- und Güterverkehr sowie Dienstleistungen bündelt, wurde vor Sondereffekten ein Ebit von 1,1 Milliarden Euro (plus 9,7 Prozent) ausgewiesen. Beim Umsatz kam sie auf 16,1 Milliarden Euro und vereint 178.000 der insgesamt 241.000 Konzernbeschäftigten.Die Sparten entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. Beim wichtigsten Gewinnbringer, dem Regionalverkehr, sank das Ebit um 3,6 Prozent auf 449 Millionen Euro. Dafür legte der Fernverkehr mit ICE und Intercity um 59,3 Prozent auf 172 Millionen Euro zu. Im weltweiten Logistikgeschäft der Speditionstochter Schenker stagnierte der Gewinn bei 178 Millionen Euro, im Schienengüterverkehr bei 209 Millionen Euro.
Angesichts der Sicherheitsdiskussion nach der Entgleisung eines ICE 3 mit einem Achsenbruch Anfang Juli in Köln, wies Mehdorn Zweifel und Vorwürfe zurück. «Unsere Züge sind sicher.» Bei Investitionen in die Sicherheit von Gleisanlagen und Fahrzeugen sei nicht gespart worden und werde nicht gespart. (dpa/AP)