17. Aug 2008 12:06
In der deutschen Grillspieß-Hauptstadt wird der beliebte Imbiss vom Türken teurer. Die höheren Ausgaben für Fleisch und Energie landen beim Kunden – es sei denn, der gibt sich mit Billigfraß zufrieden.
In anderen Großstädten wie Hamburg, Köln und München werde das Grillfleisch vom Spieß auf Fladenbrot bereits für 3,30 bis 3,50 Euro verkauft. In der Hauptstadt liegt der Preis für einen Döner an vielen Ständen derzeit noch bei 2,50 Euro, manchmal sogar darunter, vereinzelt aber auch schon bei 3,00 Euro. In Berlin sei die Konkurrenz mit etwa 1600 Döner-Verkaufsstellen größer als in anderen Städten, das drücke den Preis, sagte Tasyumruk.Die Nachfrage hat sich nach seiner Einschätzung zuletzt kaum verändert. «Das ist ein stabiler Markt.» Ein Knick nach dem Gammelfleischskandal vor einem Jahr sei wieder ausgebügelt worden. Eine Statistik über die Zahl verkaufter Döner gibt es nicht. Der Jahresumsatz der Branche mit bundesweit rund 45.000 Beschäftigten wird auf 2,3 Milliarden Euro geschätzt. Deutschland ist in Europa der größte Exporteur von Dönerspießen.
Der Berliner Dönerfabrikant Remzi Kaplan sagte, in Deutschland würden täglich etwa 700 Tonnen Dönerfleisch hergestellt. Ein Preis von 2,50 Euro sei die Untergrenze, um einen Döner guter Qualität mit Salat und Saucen noch mit etwas Gewinn verkaufen zu können. (dpa)