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Gewinn übertrifft Erwartungen: 

Adidas profitierte von der Fußball-EM

05. Aug 2008 09:38
Schuhe von Adidas
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Die Marke Reebok macht den Adidas-Managern weiterhin Sorgen - angesichts der Konjunkturschwäche in den USA kein Wunder. Insgesamt verlief das zweite Quartal aber erfreulich.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im zweiten Quartal beim Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt und die Erwartungen übertroffen. Das Betriebsergebnis sei um zehn Prozent auf 208 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn legte um 12 Prozent auf 116 Millionen Euro zu. In beiden Fällen hatten Analysten weniger erwartet.

Zwar hatte Adidas höhere Marketingaufwendungen für die Fußball-Europameisterschaft. Diese wurden jedoch durch andere Faktoren wie einem verbesserten Produktmix, einer Stärkung des eigenen Einzelhandels oder einer günstigen Steuerquote wieder wett gemacht. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Quartal um fünf Prozent auf 2,521 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus 14 Prozent.

Umsatz in USA sinkt

Wachsen konnte der Konzern vor allem in Asien, Europa und Lateinamerika. In Nordamerika belief sich das Umsatzminus in Euro nach Ablauf der ersten sechs Monate aber auf 19 Prozent. Hauptursache hierfür ist der schwache US-Markt, der die gesamte Branche in Atem hält. Aber auch der schwache US-Dollar trug seinen Teil bei. Währungsbereinigt belief sich der Rückgang auf 8 Prozent. Besonders betroffen durch die US-Schwäche war die amerikanische Tochter Reebok. Deren Auftragsbestände lagen Ende des zweiten Quartals konzernweit um 21 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

«Unsere Performance ist Weltklasse, insbesondere wenn man die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen bedenkt», kommentierte Vorstandschef Herbert Hainer die Ergebnisse. Zufrieden zeigte sich Hainer vor allem mit dem Abschneiden der Marke Adidas, die von der Fußball-EM profitieren konnte. Auch Reebok dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte verbessern, sagte er.

Mehr Umsatz mit Marke Adidas erwartet

Jetzt geht der Konzern für die Marke Adidas von einem besseren Jahresumsatz aus als zuvor. Die Stammmarke soll im Gesamtjahr nun währungsbereinigt ein niedriges zweistelliges Umsatzplus aufweisen und nicht mehr nur ein hohes einstelliges Wachstum. Der Gesamtkonzern soll weiterhin im hohen einstelligen Bereich wachsen.

Die Schätzung für die Konzern-Margen wurde ebenfalls angehoben: Die Bruttomarge wird nun bei 48 Prozent erwartet und damit am oberen Ende der Spanne. Die operative Marge soll rund 10 Prozent betragen. Bisher lag die Messlatte bei mindestens 9,5 Prozent. Für den Konzernüberschuss bestätigte Adidas die Prognose. Er soll um mindestens 15 Prozent über den 2007 erzielten 551 Millionen Euro ausfallen. (dpa/dpa-AFX)

 
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