02.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Macht sich am Zielort gut: das Fahrrad
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Bahn vereinfacht die Mitnahme von Fahrrädern. Zudem gibt es demnächst einen Pilotversuch für die kostenlose Mitnahme im Fernverkehr. Doch im ICE müssen Räder nach wie vor draußen bleiben.
Kunden können Tickets für die Fahrradmitnahme in Fernverkehrszügen inklusive der Stellplatzreservierungen jetzt online buchen, bezahlen und ausdrucken. Außerdem erprobt die Bahn ab 15. September auf der IC-Linie Nürnberg-Karlsruhe für drei Monate den kostenlosen Transport der Räder, wie der für den Personenverkehr zuständige Bahn-Vorstand Karl-Friedrich Rausch der «Frankfurter Rundschau» sagte.
Der Preis für die Fahrradmitnahme im Fernverkehr wird laut Bahn für eine einfache Fahrt aber zunächst weiterhin unverändert sechs Euro mit Bahncard und neun Euro ohne Bahncard betragen. Im Preis enthalten ist eine Stellplatzreservierung für ein Fahrrad. Bislang konnten Fahrradtickets für den Fernverkehr nur am Schalter oder per Post erworben werden.
Zugleich trat Bahnvorstand Rausch Befürchtungen entgegen, wonach die Mitnahme von Rädern in der Nachfolge-Generation der IC-Züge wegfallen könnte. Mit dem neuen Konstruktionsprinzip nimmt die Bahn Abschied von den Lok-bespannten Zügen: Laut Rausch sollen die neuen Fernzüge von Motoren angetrieben werden, die über den Zug verteilt sind. Damit fällt neben der Lok auch der Steuerwagen weg, der bislang die Fahrräder aufnahm.
Die neuen Fahrzeuge, die voraussichtlich ab 2013 aufs Gleis gehen, sollen auch den ICE-1 und den ICE-2 ablösen. Eine Ausweitung des Fahrrad-Transports auf den ICE-3 lehnte Rausch laut «Frankfurter Rundschau» ab. Dieser Zug bleibe allein dem Hochgeschwindigkeitsverkehr über 250 Stundenkilometer vorbehalten. Das aufwendige Ein- und Aussteigen mit Fahrrädern würde zu viel Zeit kosten. (AP)