In dem Tarifkonflikt verlangt Verdi höhere Gehälter für rund 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine. Die Gewerkschaft fordert 9,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Lufthansa hatte zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent mehr Geld bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung geboten. Vor neuen Verhandlungen will die Gewerkschaft ein nachgebessertes Angebot von Lufthansa erhalten.Unterdessen erklärte die Verdi-Konkurrenz UFO, ihre Mitglieder beteiligten sich nicht an dem Streik. Derzeit gebe es noch einen bis zum Jahresende gültigen Tarifvertrag für die Kabinenmitarbeiter, daher gelte die Friedenspflicht. UFO steht im Wettbewerb mit der Gewerkschaft Verdi und hat nach eigenen Angaben deutlich mehr als die Hälfte der Kabinenmitarbeiter als Mitglieder.
Die übrigen Kabinenmitarbeiter seien nahezu vollständig in gar keiner Gewerkschaft. Daher werde der Streik bei Lufthansa ausschließlich am Boden ausgetragen. UFO selbst fordert für die nächste Tarifrunde 15 Prozent mehr Geld und damit mehr als Verdi. (dpa/AP)