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Einmalgewinn trägt zum Plus bei: 

Amazon ist nach Gewinnsprung zuversichtlicher

24. Jul 2008 10:14
Buchversand bei Amazon
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Der Internet-Händler hat seinen Umsatz zuletzt deutlich gesteigert - sogar in den USA, wo Skeptiker befürchteten, die Konjunkturschwäche könnte das Geschäft lähmen. Im Ausland profitierte Amazon von der Dollarschwäche.

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hat nach einem überraschend kräftigen Gewinnsprung zur Jahresmitte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Seattle mitteilte, erwartet Amazon nun ein leicht höheres Umsatzplus als bisher von bis zu 35 Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis soll nun um maximal 40 Prozent auf 920 Millionen Dollar steigen und damit in der Spitze etwas weniger als zuletzt geplant.

Im zurückliegenden Quartal hat Amazon den Überschuss mit 158 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. Den Gewinnsprung hat das Unternehmen allerdings auch dem Verkauf eines Geschäftsteils zu verdanken. In Europa hatte sich der Internethändler von seinem DVD-Verleihgeschäft getrennt und dafür einen Einmalgewinn von 53 Millionen Dollar erzielt. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg von 19 auf 37 US-Cent.

Der Umsatz stieg auch dank eines starken internationalen Geschäfts um 41 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar. Mit seinen Zahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten ein EPS von 26 Cents und einen Umsatz von 3,96 Milliarden erwartet. Die Aktie legt nachbörslich zu und drehte dann wieder ins Minus.

US-Umsatz wächst noch

Der schwache Dollar steuerte einen Gutteil zum Umsatzwachstum außerhalb des US-Heimatmarktes bei. Die internationalen Erlöse stiegen um 47 Prozent, währungsbereinigt noch um 34 Prozent. Amazon erzielt mittlerweile fast die Hälfte seiner Umsätze im Ausland. Deutschland ist einer der weltweit wichtigsten Märkte. Allerdings stieg der Umsatz von Amazon auch in den USA um gut ein Drittel, damit widerlegte das Unternehmen Befürchtungen, besonders unter der lahmenden Konjunktur in den Vereinigten Staaten zu leiden.

Das Geschäft mit Medien wie Büchern, Musik und Filmen wuchs von April bis Juni um 31 Prozent. Elektronik und andere Waren des immer breiteren Sortiments legten noch stärker um 58 Prozent zu und machen inzwischen bereits knapp 38 Prozent des Konzernumsatzes aus. Im laufenden dritten Quartal rechnet Amazon mit einem Umsatz zwischen 4,20 und gut 4,4 Milliarden Dollar bei einem operativen Gewinn zwischen 115 und 160 Millionen Dollar. (nz/dpa)

 
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