Bei Veltins ging die Fassbiermenge in den ersten sechs Monaten 2008 um 5,7 Prozent zurück. Dank zweistelliger Zuwächse bei den Biermischgetränken ging der Bierausstoß der Privatbrauerei Veltins insgesamt nur um 0,4 Prozent auf 1,32 Millionen Hektoliter zurück. Auch der Marktführer, die Radeberger Gruppe, berichtete von spürbaren Auswirkungen des Rauchverbots in der Gastronomie. «Deutschland zieht seine Konjunkturbremsen selbst an», sagte der Chef der Radeberger Gruppe, Ulrich Kallmeyer, am Freitag zu dem Rauchverbot.
Der Fassbierumsatz der Gruppe sei in den ersten sechs Monaten 2008 um 6,5 Prozent gesunken. Die Absatzmenge der Radeberger Gruppe lag bis Ende Juni insgesamt leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Von den nationalen Marken der Gruppe hätten Radeberger Pilsner und Schöfferhofer Weizen deutlich zugelegt, Jever habe leicht verloren.
Die Warsteiner-Brauerei schloss sich dem Wehklagen über das Rauchverbot an. Sie führte ihre Ausstoß-Verluste von 6,4 Prozent während des ersten Halbjahres 2008 größtenteils auf den Bann des blauen Dunstes zurück. Allein bei Fassbier betrug das Minus 9,5 Prozent nach Unternehmensangaben. Andere Brauer verzeichnen ebenfalls Mengenrückgänge, führten das aber vor allen auf Preiserhöhungen zurück. «Das Rauchverbot hat sich noch nicht in dieser Dimension bemerkbar gemacht», sagte der Sprecher der Krombacher Brauerei, Franz-Josef Weihrauch. Die Privatbrauerei habe im ersten Halbjahr 2,3 Prozent weniger Bier abgesetzt. Die Bitburger Braugruppe setzte 3,3 Prozent weniger Bier ab und sieht darin eine Reaktion der Verbraucher auf die Preiserhöhungen. (dpa)