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Quartalszahlen: 

Ebay warnt vor «unsicherem Wirtschaftsklima»

17. Jul 2008 10:02
Ein Internetnutzer besucht Ebay
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Ebay hat im vergangenen Quartal den Gewinn um fast ein Viertel gesteigert. Allerdings werden die Nebengeschäfte PayPal und Skype immer wichtiger - und bei denen ist die Gewinnspanne geringer.

Mit einem skeptischen Ausblick hat das Internet-Auktionshaus Ebay Analysten und Börsianer enttäuscht. Die Aktien sanken in den USA im nachbörslichen Handel deutlich, nachdem sie im regulären Handel tagsüber 4,5 Prozent zugelegt hatten. Der seit Ende März amtierende Konzernchef John Donahoe hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss bei der Präsentation der Quartalszahlen vor einem weiter «unsicheren wirtschaftlichen Klima» gewarnt und die Lage für das dritte Quartal etwas pessimistischer eingeschätzt als der Markt.

Während Ebay lediglich von einem Umsatz zwischen 2,10 und 2,15 Milliarden Dollar im dritten Quartal ausgeht, hatte die Wall Street bislang auf 2,18 Milliarden Dollar gehofft. Beim Gewinn je Aktie (EPS) rechnet das Unternehmen mit 0,39 bis 0,41 Dollar, die Analysten mit 0,41 Dollar.

Kräftige Gewinnsteigerung im abgelaufenen Quartal

Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal hatte Ebay auch dank starker internationaler Geschäfte und steigender Werbeerlöse seinen Gewinn und Umsatz weiter kräftig gesteigert. Unter dem Strich verdiente der Konzern im zweiten Quartal 460 Millionen Dollar und damit 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie legte von 0,34 Dollar auf 0,43 Dollar zu und übertraf damit die Durchschnittsschätzungen der Analysten um zwei Cent.

Neben den Online-Marktplätzen hätten vor allem das elektronische Bezahlsystem PayPal und der Internet-Telefondienst Skype zum Wachstum beigetragen, erläuterte Ebay. Allerdings sind die beiden Geschäftsfelder weniger margenstark, was die operative Marge des Gesamtunternehmens drückt: Sie sank minimal auf 24,8 Prozent nach 24,9 Prozent im Vorjahresquartal.

Größerer Teil des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet

Mehr als die Hälfte seiner Umsätze erzielte Ebay im Ausland – besonders Deutschland ist ein sehr wichtiger Markt. Dabei profitierte Ebay auch massiv von Wechselkursvorteilen durch den schwachen Dollar. Für das Gesamtjahr erhöhte Ebay seine Prognosen nochmals leicht. Vor Sonderposten soll der Gewinn je Aktie nun bei 1,72 bis 1,77 Dollar liegen und der Umsatz bei 8,80 bis 9,05 Milliarden Dollar. (nz)

 
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