16.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
AOL: Die gibt's noch? Ja, und sie sind auf einmal heiß begehrt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Milliarden über Milliarden wollte Microsoft bezahlen, um Yahoo zu kaufen. Aber der Internet-Konzern wollte keine Filiale des Windows-Herstellers werden. Nun suchen die Manager aus Redmond nach einem Plan B.
Der Software-Konzern Microsoft führt nach den mehrfach gescheiterten Anläufen zur Übernahme von Yahoo laut einem Zeitungsbericht nun intensivere Gespräche mit dem Internet-Portal AOL. Top-Manager beider Seiten wollten sich am Mittwoch treffen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen am Mittwoch in seiner Onlineausgabe. Thema der Gespräche solle ein möglicher Zusammenschluss im Online-Bereich sein.
Der Internet-Konzern Yahoo hatte seit Anfang des Jahres mehrere milliardenschwere Kaufofferten von Microsoft ausgeschlagen. Der Software-Konzern wollte mit der Übernahme den Rivalen Google verschärft angreifen, der das boomende Geschäft mit Werbung rund um die Internetsuche dominiert. Der kritische Yahoo-Großaktionär Carl Icahn will auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 1. August den Verwaltungsrat abwählen lassen und dann doch noch ein Geschäft mit Microsoft erzwingen.
Auch Yahoo führte Berichten zufolge immer wieder Gespräche mit AOL aus dem Time-Warner-Konzern. Timer Warner sucht nach einer neuen Strategie für das schlecht laufende Internet-Geschäft. Microsoft und AOL wollten den Bericht auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren. (dpa)