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Poker auf dem Suchmaschinenmarkt: 

Yahoo gibt Microsoft wieder mal einen Korb

13. Jul 2008 15:26
Vielleicht wird es bald etwas mit einer Übernahme
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Die Signale der Yahoo-Führung sind deutlich zuversichtlicher als vor einigen Monaten. Auch wenn der aktuelle Versuch scheiterte: Ein Komplettverkauf sei im Juli möglich, hieß es beim Internetkonzern.

Der Internet-Konzern Yahoo hat ein weiteres Angebot des Software-Riesen Microsoft abgelehnt. Diesmal schlug Microsoft zusammen mit dem Yahoo-Großaktionär Carl Icahn vor, nur das Geschäft mit der Internetsuche zu kaufen, wie Yahoo am Samstagabend berichtete. Microsoft und Icahn hätten die Offerte am Freitagabend vorgelegt und Yahoo 24 Stunden Bedenkzeit gegeben.

Zugleich gab der Yahoo-Verwaltungsrat bekannt, dass er Microsoft den Kauf des gesamten Unternehmens für 33 Dollar je Aktie angeboten habe. Auch sei man bereit, sich vom Such-Geschäft zu trennen, aber zu einem höheren Preis als von Microsoft geboten. Der Windows-Hersteller habe beides abgelehnt, hieß es. Yahoo hielt die Tür aber offen: Man glaube, dass ein Komplettverkauf des Internetkonzerns noch im Juli möglich sei.

Icahn will Yahoo-Verwaltungsrat austauschen

Für den 1. August ist eine Hauptversammlung angesetzt, bei der Icahn die Kontrolle bei Yahoo übernehmen will. Er will den Verwaltungsrat austauschen und das neue Aufsichtsgremium soll dann die Konzernführung auswechseln und ein Geschäft mit Microsoft in die Wege leiten.

Die Bereitschaft von Yahoo, sich für 33 Dollar je Aktie an Microsoft zu verkaufen, markiert eine Kehrtwende. Der Konzern hatte sich seit Januar gegen das Übernahmeangebot von 31 Dollar in bar und Aktien gewehrt, das später auf 33 Dollar erhöht worden war. Laut Microsoft soll Yahoo 37 Dollar je Aktie verlangt haben.

Bevor die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen im Juni abbrachen, hatte Microsoft ebenfalls den Kauf des Such-Geschäfts vorgeschlagen. Yahoo ging stattdessen eine Partnerschaft mit dem Konkurrenten Google ein. Um wie viel Geld es bei dem neuen Angebot von Microsoft und Icahn ging, teilte Yahoo nicht mit. (dpa-AFX)

 
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