08.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Möglicherweise scheitert die Condor-Übernahme
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Behörde hat der Fluggesellschaft Air Berlin eine Frist gesetzt, um Bedenken auszuräumen. Andernfalls soll das Vorhaben abgemahnt werden, kündigte das Kartellamt an.
Die geplante Übernahme des Ferienfliegers Condor durch Air Berlin droht an einem Veto des Kartellamts zu scheitern. Eine Behördensprecherin sagte der AP, das Kartellamt befürchte durch den Zusammenschluss erhebliche Wettbewerbseinbußen im Reisegeschäft mit der Mittelmeerregion.
Die Behörde habe Air Berlin deshalb eine Frist bis zum kommenden Montag gesetzt, um die Bedenken auszuräumen. Andernfalls werde das Amt das Vorhaben abmahnen, bestätigte die Sprecherin einen Bericht von «Focus»-Online.
Wettbewerbseinbußen bei Reisen in der MittelmeerregionAir Berlin und die Condor-Muttergesellschaft Thomas Cook hatten im September vergangenen Jahres ihre Pläne für einen Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften bekannt gegeben. Air Berlin würde dadurch zu einer der größten europäischen Airlines aufsteigen. Im Gegenzug sollte Thomas Cook mit einem Anteil von knapp 30 Prozent zum Air-Berlin-Großaktionär werden.
Allerdings stieß der Zusammenschluss bei den Wettbewerbshütern auf Bedenken - vor allem, was das Gewicht des Anbieters auf den attraktiven Strecken in den Mittelmeerraum angeht. Air Berlin und Thomas Cook hatten dagegen geltend gemacht, dass eventuelle Wettbewerbsnachteile im Kurzstreckenbereich durch ein Mehr an Wettbewerb auf den Routen nach Asien wettgemacht würden. Hier seien den Wettbewerbshütern allerdings angesichts der Ankündigung von Air Berlin, mehrere Langstrecken-Verbindungen wegen der Kostenexplosion beim Flugbenzin zu streichen, zunehmend Zweifel gekommen, sagte die Sprecherin. (AP)