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Giesecke und Devrient lenkt ein: 

Simbabwe bekommt kein frisches Geld mehr

01. Jul 2008 21:58
Protest gegen das Geschäft mit Banknoten für Simbabwe
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Wegen der weltweit höchsten Inflation benötigt der afrikanische Staat ständig neue Banknoten, die bisher ein Münchner Hersteller lieferte. Damit ist jetzt Schluss. Das Unternehmen folgt den Forderungen von EU und Bundesregierung.

Der Banknotenhersteller Giesecke und Devrient hat die Lieferung von Geldscheinpapier an die Zentralbank von Simbabwe mit sofortiger Wirkung eingestellt. Dies teilte der Münchner Konzern am Dienstagabend mit. Das Unternehmen reagiere damit auf eine entsprechende Forderung der Bundesregierung und internationale Sanktionsinitiativen seitens der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, hieß es in einer Mitteilung. So hatte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) in der vergangenen Woche gefordert, die Belieferung Simbabwes einzustellen.

«Unsere Entscheidung trägt der sich entgegen unserer Erwartung nicht verbessernden, sondern deutlich verschärfenden politischen Situation in Simbabwe Rechnung und berücksichtigt deren kritische Bewertung durch die internationale Staatengemeinschaft, die Bundesregierung und die allgemeine Öffentlichkeit» erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Karsten Ottenberg. Das Unternehmen vertraue auf die politische und moralische Bewertung der für Handelsbeziehungen zuständigen internationalen Organisationen.

Inflationsrate über 1.000.000 Prozent

Banknoten sind in Simbabwe besonders wichtig: Das südafrikanische Land hat weltweit die höchste Inflationsrate. Offiziell liegt sie bei über 100.000 Prozent, inoffiziellen Schätzungen zufolge hat sie längst die Millionengrenze überschritten. Machthaber Mugabe hielt sich bislang mit der Druckerpresse an der Macht - das könnte ohne Nachschub für frische Banknoten schwieriger werden. (AP)

 
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