19.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Flugzeuge bleiben zwar nicht am Boden, aber es kommt zu Verzögerungen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Tarifverhandlungen zwischen dem Konzern und Verdi sind gescheitert. Mitarbeiter der Fluggesellschaft sind heute zu Warnstreiks aufgerufen. Passagiere in Hamburg-Fuhlsbüttel müssen sich auf Wartezeiten einstellen.
Wegen eines Warnstreiks der Lufthansa-Beschäftigten müssen Fluggäste in Hamburg-Fuhlsbüttel an diesem Donnerstag mit Verzögerungen beim Check-in rechnen. Nach Angaben von Verdi versammelten sich 2000 Mitarbeiter des Boden- und Kabinenpersonals um 9.00 Uhr an der Lufthansa-Werft und begannen einen Demonstrationszug.
Mittags sollten sie im Flughafen-Terminal zur Kundgebung mit Verdi-Chef Frank Bsirske eintreffen. Ingesamt rechnet die Gewerkschaft mit bis zu 2700 Teilnehmern. Der Flugverkehr sei von dem Streik nicht betroffen, sagte Dietmar Stretz, Fachbereichsleiter Verkehr bei Verdi Hamburg.
Tarifverhandlungen waren am Mittwoch gescheitertEs gehe darum, die Abläufe bei der Lufthansa zu behindern. «Aber ab mittags kann es Verzögerungen beim Check-in geben», fügte Stretz hinzu. Dann würden auch diese Kollegen streiken. In Hamburg sind im wesentlichen die Bereiche Lufthansa-Technik, Cargo, Catering und die Logistik-Tochter angesiedelt.
Am Mittwoch war in Bad Schwalbach die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die 60.000 Beschäftigten der Lufthansa am Boden und in der Kabine ohne Ergebnis abgebrochen worden. Verdi fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 9,8 Prozent. Die Lufthansa bot Verdi zufolge 3,4 Prozent für das Bodenpersonal und wollte für eine verlängerte Laufzeit von 19 Monaten vom 1. Juni bis 31. Dezember 2009 die Gehälter um weitere 2,1 Prozent erhöhen. Das Kabinenpersonal sollte danach erst im nächsten Jahr eine Entgelterhöhung bekommen. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 1. Juli geplant. (dpa, AP)