11.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Deutschen greifen seltener zum Bierglas
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Die Deutschen trinken weniger Bier. Schuld daran sind hohe Preise und geänderte Trinkgewohnheiten, meint der Brauerbund. Aber auch das Rauchverbot sei nicht ganz unschuldig.
Nach Angaben des Brauerbundes haben die Brauereien in den ersten vier Monaten dieses Jahres zwei Prozent weniger Bier verkauft, im April gab es sogar ein Minus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Brauer setzten gut ein Viertel ihrer Bierproduktion über die Gastronomie ab. Dort sei allein bei Fassbier ein Rückgang von bis zu 15 Prozent zu verzeichnen.
In den vergangenen Jahren ging der Bierverbrauch um zwei bis drei Prozent pro Jahr zurück. 2007 tranken die Deutschen laut Brauerbund rein statistisch pro Kopf noch gut 111 Liter Bier. Im Jahr 2000 waren es noch 125 Liter gewesen. Zu dem anhaltenden Rückgang beim Bierkonsum trugen auch höhere Preise sowie veränderte Trinkgewohnheiten bei.
Bundesverfassungsgericht entscheidet über RauchverboteNach einer Untersuchung von Brauereien in Hessen ist allein dort seit dem Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes bei 89 Prozent der Gastronomiebetriebe der Umsatz gesunken. Während 10 Prozent der Mehrraumbetriebe einen Umsatzverlust von 50 Prozent beklagten, seien das bei Kneipen und Restaurants mit nur einem Raum sogar fast doppelt so viele, teilte der Brauerbund weiter mit.
An diesem Mittwoch will das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Nichtraucherschutzgesetze Baden-Württembergs und Berlins verhandeln. Zwei Wirte aus Tübingen und Berlin hatten Verfassungsbeschwerde eingelegt. (dpa)